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Antwerpener Tropeninstitut gibt Aufschluss über die Verbreitung des Mpox-Virus

Forscher des Instituts für Tropenmedizin (ITM) in Antwerpen haben nachgewiesen, dass Menschen, die mit dem Mpox-Virus (früher Affenpocken-Virus) infiziert sind, die Krankheit übertragen können, noch bevor sie Symptome zeigen. Darauf deuten Proben von Hochrisikokontakten hin. Dem ITM zufolge könnte dies eine wichtige Erklärung für die Ausbreitung des Virus sein. 

Martina Luxen
Veröffentlicht:

In Belgien und im übrigen Europa ist die Mpox-Epidemie seit dem ersten Fall im Mai rückläufig. Vor einigen Monaten wurde bekannt, dass das Mpox-Virus, früher Affenpockenvirus genannt, auch ohne Symptome ansteckend sein kann. Jetzt zeigen Wissenschaftler, dass das potenziell übertragbare Virus bei infizierten Personen vorhanden sein kann, noch bevor Symptome auftreten. 

Das ITM-Studienteam untersuchte das Risiko einer Ansteckung nach einem Hochrisikokontakt. Fünfundzwanzig Hochrisikokontakte wie Sexualpartner und Mitbewohner von infizierten Personen nahmen täglich Proben, die im Labor des ITM untersucht wurden. Die Teilnehmer führten außerdem ein Tagebuch und wurden von Mitarbeitern des Gesundheitswesens engmaschig überwacht und erhielten die notwendigen Ratschläge und eine angemessene Betreuung. 

Die Ergebnisse der PCR-Tests zeigten, dass die Teilnehmer manchmal schon vier Tage vor dem positiven Test potenziell infektiös waren", sagt Koen Vercauteren, Virologe am ITM: "Die Ergebnisse lernen uns auch andere Dinge über das Virus. Erstens ist das Risiko einer Ansteckung durch sexuelle Kontakte viel höher, als wir bisher angenommen haben. Das Risiko einer Ansteckung durch nicht sexuelle Kontakte ist dagegen sehr gering. Zweitens sind Hautläsionen, obwohl sie ein charakteristisches Symptom sind, weniger häufig als angenommen. In der Studie zeigte weniger als die Hälfte der infizierten Teilnehmer typische Symptome, und nur ein Drittel wies Hautläsionen auf."

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