Jan Stroobants (Foto unten), Notarzt an der Klinik ZNA Middelheim in Antwerpen, warnt vor deutlich steigenden Ansteckungszahlen bei der Grippe im Januar und dies könnte zu Engpässen in den flämischen Krankenhäusern führen. Schon seit dem vergangenen Wochenende steigen die Ansteckungszahlen im belgischen Bundesland Flandern. Hinzu kamen Knochenbrüche durch das Blitzeis am Sonntag, wodurch in einigen Klinik Hochbetrieb herrschte, den die Personale nur knapp bewältigen konnten.
Zu wenig Grippeimpfungen in Flandern? "Wir werden im Januar den Preis dafür zahlen"
„Am vergangenen Wochenende war es in der Notaufnahme unserer Klinik hektisch: Blitzeis, Corona, RSV und schwere Grippefälle. Wir waren am Rande unserer Kapazität,“ so Dr. Stroobants: „Normalerweise haben wir rund 125 Notfallpatienten an einem Tag, doch inzwischen sind 160 Patienten pro Tag keine Ausnahme mehr. Am Montag hatten wir hier 75 Kinder mit Atemwegserkrankungen.“ Die Notaufnahme im ZNA Middelheim schiebt seit Wochen Überstunden.
Notarzt Stroobants befürchtet, dass es im Januar in den Kliniken und Krankenhäusern in Flandern zu Engpässen kommen wird. Zu der steigenden Zahl an Kindern und Jugendlichen, die an Atemwegserkrankungen durch das RSV-Virus leiden, würden auch vermehrt ungeimpfte Grippepatienten hinzukommen.
„Ich fürchte, dass die Zahl der Grippeimpfungen so schwach ist, dass wir dies zum Jahresende spüren werden.“ Stroobants erinnert daran, „dass es für eine Grippeimpfung nie zu spät ist. Sonst werden wir den Preis dafür im Januar zahlen.“
