Nach 23 Uhr am Abend keine Neonreklamen mehr, ein Verbot von Heizgeräten auf Terrassen und an kalten Tagen müssen die Türen geschlossen werden. Mit diesen und ähnlichen Maßnahmen will die Region Brüssel-Hauptstadt den Mittelstand zum Energiesparen verpflichten. „Switches down, Brussels up“ heißt die Kampagne, die zum Ziel hat, die Energierechnungen von allen und für alle senken zu können.
So will Brüssel, dass Unternehmen, Handel und Gastronomie Energie sparen: Licht aus und Türen zu
Ab Januar 2023 müssen die Geschäfte und die Restaurants der Brüsseler Regionalregierung dabei helfen, Energie zu sparen. Der regionale Minister für Energie und Klima, Alain Maron von den frankophonen Grünen Ecolo teilte mit, dass ab dem 1. Januar einige entsprechende Maßnahmen verpflichtet seien.
Das gilt z.B. für die Neon-Reklamen und -Beleuchtungen von Geschäften. Die müssen zwischen 23 Uhr am Abend und 6 Uhr am frühen Morgen ausgeschaltet werden. Dies gilt allerdings nicht für Nightshops oder für Apotheken, die nach 23 Uhr noch geöffnet sind oder die Nachtdienst haben.
Ausnahmen sind möglich
Auch die Innenbeleuchtungen von Geschäften und Büros müssen in dem oben genannten Zeitraum ausgeschaltet sein. Den Bürgermeistern der Brüsseler Gemeinden werden aber Möglichkeiten zu Ausnahmeregelungen geboten, z.B. wenn dies im Sinne der Sicherheit ist.
Für Restaurants, Cafés und Kneipen gilt in der gesamten Region Brüssel-Hauptstadt ein Verbot für Terrassenheizungen, sowohl mit Gas betriebene, als auch mit Strom funktionierende Geräte. Solche Heizungen seien nur dort zugestanden, wo sie „für das Wohlergehen der Arbeitnehmer“ notwendig seien, so Maron. Terrassenheizungen sind an geschlossenen Terrassen bzw. in geschlossenen Räumen allerdings im Rahmen von Veranstaltungen erlaubt, z.B. bei einer Kirmes oder bei Kultur- und Sportevents.
Alle müssen mitmachen
Damit beteiligt die Region alle an den Energiesparmaßnehmen: Behörden, private Haushalte und jetzt auch die Privatwirtschaft. Energie- und Klimaminister Maron sagte dazu: „Im Lichte der Krise lassen unsere kollektiven und solidarischen Lösungen zu, den Druck auf die Energierechnungen von jedermann zu senken.“
Mit der Kampagne „Switches down, Brussels up“ unterstütze man jene Unternehmen, die sich schon jetzt gemeinsam mit ihren Belegschaften mit konkreten Aktionen dafür einsetzen, dass keine Energie unnötig verschwendet wird, so der Minister: „Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam etwas erreichen können.“
