Zum Hauptinhalt springen
Inland
Wirtschaft

EZB-Studie: So wenig Geldautomaten, wie in Belgien, gibt es sonst nicht in der Eurozone

In keinem anderen europäischen Land klagen die Verbraucher über so wenige Möglichkeiten, Bargeld abheben zu können, wie in Belgien. Dies ist aus einer Studie der Europäischen Zentralbank (EZB) in den 19 Ländern der Eurozone, in der der Euro die gültige Währung ist, ersichtlich. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Untersuchung der Europäischen Zentralbank in den 19 Ländern der Eurozone zeigt, dass es in Belgien die wenigsten Bargeldautomaten gibt. Ein Viertel aller Belgier gab in der Studie an, Schwierigkeiten damit zu haben, überhaupt Bargeldautomaten zu finden.

Das sind deutlich mehr als bei der letzten Umfrage, die die EZB vor drei Jahren durchführte. Damals beklagten es 15 % der Befragten einen Mangel an Bargeldautomaten. Derzeit stehen den Verbrauchern in Belgien rund 4.000 Geldautomaten zur Verfügung. Vor 8 Jahren lag diese Zahl doppelt so hoch. Und der Trend geht zu noch weniger Cashautomaten, denn die in Belgien aktiven Großbanken wollen neben der Schließung von kleinen Bankfilialen auch weitere Bargeldautomaten abschaffen.

In den meisten anderen Ländern der Eurozone ist der Trend genau umgekehrt. Dort scheint es oftmals inzwischen einfacher zu sein, Bargeld am Automaten abheben zu können.

Im Allgemeinen, und das ist auch in der Eurozone oder in der gesamten EU eine Tatsache, wird Bargeld immer unwichtiger, docjh in vielen Ländern stellt es noch immer das am häufigsten genutzte Zahlungsmittel dar.

Belgien ist eines von vier Euroländern, in denen inzwischen häufiger mit Karte bezahlt wird, als mit Bargeld. Auch Onlinezahlungen sind in unserem Land immer beliebter. Hier hat Belgien gegenüber z.B. Deutschland und den Niederlanden einen großen Vorsprung. Bei den kontaktlosen Kartenzahlungen hinkt Belgien allerdings noch etwas hinterher.

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5