Safe on Web, die öffentliche Plattform gegen Cyberkriminalität, warnt am Jahresende vor einem Anstieg des Datenklaus. Sogenannte Phisher geben sich als Online-Lieferdienst aus. Bereits in dieser Woche gingen Hunderte von Meldungen ein, manchmal mehr als 600 in nur einer Stunde, über Betrüger, die sich in einer E-Mail als die belgische Post bpost ausgaben. Das teilte die Sprecherin der Behörde, Katrien Eggers, zu Gast auf Radio1 mit.
Über 600 Phishing-Meldungen in einer Stunde: vermehrt Betrugsversuche in der Geschenkezeit
Weihnachten und Neujahr sind traditionell die Zeit der Geschenke. Bequemerweise werden sie heutzutage oft von zu Hause aus online eingekauft. Das ist auch den Internetkriminellen nicht entgangen.
Wenn viele Leute ein Paket erwarten, geben Betrüger sich als Lieferdienst aus und melden, dass ein Paket ausgesetzt wurde oder sich verspätet. Nach Angaben von Katrien Eggers von der Safeonweb.be-Plattform gingen am Mittwoch innerhalb von nur einer Stunde mehr als 600 Meldungen über eine angebliche E-Mail von Bpost ein, die von einem "ausgesetzten Paket" handelte.
Die Nachricht stammt offensichtlich nicht von bpost. "Das Logo und die Domain @pyf.bpost.com sind falsch. Und ein seriöser Versanddienst würde nicht so viele Ausrufezeichen verwenden", sagt Eggers. "Ein großer Button mit der Aufschrift 'Schedule your delivery' führt zu einer gefälschten Webseite, die versucht, alle möglichen persönlichen Daten zu sammeln.
Nicht klicken!
Egal wie ungeduldig man auch auf ein Paket warten mag, Eggers betont, auf keinen Fall auf Links in den E-Mails zu klicken und schon gar nicht Daten weiterzuleiten oder Zahlungen zu leisten.
Wer unbedingt wissen möchte, wo sein Paket abgeblieben ist, sollte ganz einfach sein Kundenkonto beim Webshop oder bei seinem Lieferdienst aufrufen. Einige Kurierdienste haben so genannte Track&Trace-Optionen, mit denen der Kunde sehen kann, in welchem Stadium der Bearbeitung sich sein Paket befindet.
Im Zweifelsfall sollte man die E-Mail an verdacht@safeonweb.be melden.
