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Neue Kooperation zwischen Belgien und Kongo: Jugendliche, Frauen, Schutz der Wälder als Schwerpunkt

Nach mehreren konfliktreichen Jahren haben sich Belgien und die Demokratische Republik Kongo auf ein neues Kooperationsprogramm 2023-2027 geeinigt. Das am Montag unterzeichnete Abkommen konzentriert sich auf Jugendliche, Frauen, den Schutz der Wälder und eine gute Regierungsführung und beträgt rund 250 Millionen Euro. Das gab Frank Vandenbroucke (flämische Sozialisten, Vooruit), belgischer Minister für Entwicklungszusammenarbeit, am Samstag bekannt. 

Martina Luxen Belga
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Die letzte Zusammenarbeit zwischen Belgien und seiner ehemaligen Kolonie stammt aus dem Jahr 2010. Seit dem Regierungswechsel in der Demokratischen Republik Kongo unter Felix Tshisekedi im Jahre 2019 suchen Brüssel und Kinshasa wieder Annäherung. Das Programm läuft von 2023 bis 2027. Belgien pumpt jährlich 50 Millionen Euro in das Programm.  

Der Schwerpunkt der belgischen Entwicklungsunterstützung liegt auf Grund- und Berufsausbildungsprogramme für Jugendliche und Frauen, auf menschenwürdige Arbeitsumstände  und ethisches Unternehmertum. Auch der Zugang zur Gesundheitsversorgung und der Kampf gegen sexuelle Gewalt gehören, neben dem Schutz des Urwalds im Kongo und eine gute Regierungsführung zu den Schwerpunkten. 

"Mit diesem Programm wollen Belgien und der Kongo gemeinsam in die Zukunft blicken", sagt Minister Frank Vandenbroucke: "Fast die Hälfte der kongolesischen Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre, 68 Prozent sind jünger als 25 Jahre - hier liegt ein enormes Potenzial. Wir wollen so vielen jungen Kongolesen wie möglich eine Ausbildung verschaffen, ihnen helfen, einen guten Job zu finden oder ein eigenes Unternehmen zu gründen. In die kongolesische Jugend zu investieren bedeutet, in eine nachhaltige und wohlhabende Zukunft für das ganze Land zu investieren", erklärte Frank Vandenbroucke weiter.  

Das neue Kooperationsprogramm wird am Montag in Anwesenheit von Minister Frank Vandenbroucke und seinem kongolesischen Amtskollegen Christophe Lutundula Apala unterzeichnet. 

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