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Inland
Justiz

Hotline für Meldung von Cannabisplantagen und Drogenlabos in Antwerpen führt zu 16 Razzien

Ein Jahr nach dem Start der anonymen Hotline für die Meldung von Cannabisplantagen und Drogenlabos in der Provinz Antwerpen haben die Behörden 263 Meldungen registriert. Diese haben bisher zu 16 Razzien geführt, bei denen 15 Plantagen mit Cannabispflanzen und ein Labor zur Herstellung chemischer Drogen entdeckt wurden. Die Polizeibehörden wollen jetzt eine Kampagne starten, um die Hotline noch besser bekannt zu machen. 

Martina Luxen
Veröffentlicht:

Die Hotline auf der Website drugsplantageontdekt.be ist völlig anonym und appelliert an aufmerksame Bürger, Verdachtssituationen zu melden, die auf eine Drogenplantage, ein Drogenlabor oder einer Deponie für chemische Drogenabfälle hinweisen könnten. Auf der Website ist auch aufgeführt, wie man eine solche verdächtige Situation erkennen kann. 

Polizei und Justiz reagieren zufrieden auf die ersten Ergebnisse. "Alles könnte besser sein, aber wir stellen fest, dass viele Bürger bereit sind, sich an der Verbesserung der Sicherheit in ihrem Lebensumfeld zu beteiligen", sagt Jean-Claude Gunst von der belgischen Kriminalpolizei in Antwerpen. "Außerdem hat die Website bereits 22.000 Besucher angezogen, was unseren Erwartungen entspricht". 

Die Kampagne zur Steigerung der Bekanntheit der Hotline fokussiert sich auf den Aspekt, dass Leute manchmal immer noch glauben, eine Plantage oder ein Drogenlabor sei nicht ihr Problem. "Das Gegenteil ist erwiesen: Für Vermieter besteht zum Beispiel die Gefahr von Bränden oder anderen Schäden, Anwohner sind ebenfalls brandgefährdet und es kann passieren, dass man zum Beispiel mit seinen Kindern im Wald spazieren geht und in eine Giftpfütze tritt", so die Reaktion des Antwerpener Staatsanwalts Franky De Keyzer. 

Die Gouverneurin von Antwerpen, Cathy Berx, unterstützt das Projekt finanziell, allein schon aus Sicherheitsgründen. "Wir richten uns zum Beispiel an Landwirte und Vermieter und informieren sie darüber, worauf sie achten müssen, wenn jemand ihre Scheune oder ihr Haus mieten möchte", sagt sie: "Eine Immobilie, bei der wegen eines Drogenlabors sozusagen die Salpetersäure von der Wand tropft, ist danach reif für den Abriss. Aber jeder sollte es als sein - mögliches - Problem sehen. Es kann an jedem Ort, in jedem kleinen Weiler passieren und eine Gefahr darstellen. Übrigens auch für die Rettungskräfte, denn solche Räume sind oft voller Sprengfallen." 

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