Die flämische Abgeordnete Caroline Gennez von den flämischen Sozialdemokraten (Vooruit) ersetzt Meryame Kitir als Bundesministerin für Entwicklungszusammenarbeit und Großstadtpolitik. Das gab die Partei am Samstag in einer Pressemitteilung bekannt gab. Meryame Kitir ist seit Mitte Oktober krankgeschrieben und wird nicht mehr als Ministerin zurückkehren.
Caroline Gennez (Vooruit) ersetzt Meryame Kitir als Ministerin für Entwicklungszusammenarbeit
Caroline Gennez, die von 2007 bis 2011 Vorsitzende der flämischen Sozialdemokraten war, tritt die Nachfolge von Meryame Kitir an. Kitir war seit Mitte Oktober krankgeschrieben. Aber auch Spannungen innerhalb ihres Kabinetts könnten ein Grund für ihre Beurlaubung sein. Ihr Amt war vorübergehend von Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke übernommen worden, doch nun übernimmt Caroline Gennez das Amt dauerhaft. Kitir kehrt nicht mehr zurück.
"Diese schwierige Entscheidung wurder im Interesse des Wohlergehens ihrer Mitarbeiter und von ihr selbst getroffen", heißt es in einer Pressemitteilung von Vooruit. "Eine Untersuchung (…) im Kabinett ergab, dass es unter den gegebenen Umständen nicht möglich war, die Arbeitsbeziehungen wiederherzustellen."
Caroline Gennez wird am Samstag um 18.30 Uhr vor dem König vereidigt, heißt es weiter.
"Caroline verfügt über die nötige Erfahrung, um diese Ressorts ab sofort mit Sachverstand zu leiten. Gemeinsam mit Frank Vandenbroucke wird sie der Stimme von Vooruit in der belgischen Regierung Gehör verschaffen und alles daran setzen, die sozialistischen Errungenschaften in Bezug auf Kaufkraft, Gesundheit und Klima zu stärken", heißt es in der Erklärung weiter.
Caroline Gennez stammt wie Meryame Kitir aus Limburg und war von 2007 bis 2011 Vorsitzende der SP.A, wie die Partei damals hieß. Sie hat außerdem jahrelange Erfahrung in der Kommunalpolitik in Mechelen und als Abgeordnete. Es ist noch nicht bekannt, wer sie im flämischen Parlament ersetzen wird.
Meryame Kitir wird nach ihrer Genesung wieder in den Plenarsaal der Kammer zurückkehren. "Sie wird dort die Vooruit-Fraktion mit ihrer Erfahrung und ihrem Fachwissen verstärken", heißt es weiter in der Erklärung.

