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Brüsseler Kunstmuseen: Schon wieder Klagen gegen einen Kulturfunktionär

Mit einem offenen Brief beklagen einige ungenannte Mitarbeiter der Königlichen Museen für Schöne Künste in Brüssel (KMSKB) den Umgang mit ihnen durch den langjährigen Direktor Michel Draguet (Foto). Sie werfen ihm u.a. Missmanagement, einen erniedrigenden Umgang mit dem Personal und Eigenmächtigkeit vor. Den Brief verantworten 31 der insgesamt rund 180 Mitarbeiter der KMSKB.

Andreas Kockartz
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Zu den KMSKB gehören unter anderem das Magritte Museum, das Fin de Sciècle Museum und das eigentliche Museum für Schöne Künste. Doch hinter all dieser wunderbaren Kunst verbirgt sich offenbar eine Arbeitsatmosphäre, die zumindest kritikwürdig ist.

31 der rund 180 Personalmitglieder der Brüsseler Museumsgruppe fahren in einem offenen Brief, der auch an Thomas Dermine (PS) gegangen ist, Belgiens Staatssekretär für den staatlichen Kunstbesitz, schwere Kritik gegen den langjährigen Direktor Michel Draguet auf. In diesem Brief werden Draguet Missachtung, Einschüchterung, erniedrigende Bemerkungen, Sabotage und auch Einschätzungsfehler vorgeworfen.

Dies würde zu einer Arbeitsatmosphäre führen, die zahlreiche Kollegen krank mache, die zu einer stetigen Personalfluktuation führe und zu Burn Outs. Das Schreiben richtet sich eigentlich konkret an Staatssekretär Dermine, denn es steht eine Evaluierung der Arbeit Draguets an. Fällt diese positiv aus, dann befürchten die Mitarbeiter, dass dieser weitere sechs Jahre lang am Ruder der Museen bleibe.

Draguet sei bereits zu lange Generaldirektor der KMSKB. Er betrachte diese Museen inzwischen als seinen Privatbesitz und deshalb begehe er auch grobe Einschätzungsfehler und nicht zuletzt, so das Schreiben, halte Draguet die Besucher für unfähig, Kunst zu betrachten. 

Das Museum für Schöne Künste in Brüssel
Werke alter Meister im KMSKB

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