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Belgiens Gesundheitsminister und der flämische Hausärzteverband wollen sich vom Krankenschein auf Papier verabschieden

Bundesgesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit, Foto) kündigte in der Ersten Kammer des belgischen Bundesparlaments an, dass er daran arbeite, dass es in Zukunft Krankenscheine nur noch auf elektronischem Wege geben soll. Er will damit auf Krankescheine auf Papier verzichten. Dies fordert auch gerade der flämische Hausärzteverband Domus Medica.

Andreas Kockartz
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Es geht hier vor allem um Atteste für Krankschreibungen von kurzer Dauer. Laut Domus Medica würden solche Scheine auf Papier den Ärzten zu viel Zeit für Verwaltungskram bereiten und deshalb sollten sie auf Papier abgeschafft werden. Doch dagegen wehren sich noch die Arbeitgeber in Belgien. Diese befürchten, dass Krankschreibungen ohne Attest auf Papier zu Missbrauch führen würden. Doch weder der flämische Hausärzteverband, noch Bundesgesundheitsminister Vandenbroucke lassen dies als Argument gelten.

Der flämische Sozialist sagte in der Kammer vor den Abgeordneten, dass man auf diesen Papieraufwand gut und gerne verzichten könne. Die Zukunft gehöre Krankenscheinen, die auf elektronischem Wege weitergereicht werden sollen und dies komme auch den Arbeitgebern zugute, die damit ebenfalls weniger Papierkram zu regeln hätten.

Den Arbeitgebern riet Gesundheitsminister Vandenbroucke zudem, eher die Verwaltung ihrer Betriebe zu modernisieren und auf digitale Vorgänge umzuschalten. Ihre konservative Haltung in dieser Frage sei hinderlich und würde belegen, dass sie zu ihrem Personal kein Vertrauen hätten. Es könne nicht sein, dass die Beschäftigten für jedes Wehwehchen zum Arzt gehen müssen, um danach ihrer Firma noch einen Krankenschein auf Papier vorbeizubringen.

Die Kritik von Arbeitgeberseite kommt vor allem aus den eher kleineren Unternehmen und dem Mittelstand. Für Großunternehmen ist die Pflicht, einen Krankheitstag mit einem Attest auf Papier zu belegen, in Belgien bereits weggefallen. 

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