Nach dem 2:0-Sieg Frankreichs gegen Marokko im Halbfinale bei der Fußball-WM in Katar kam es in Brüssel und in Antwerpen zu kurzen Konfrontationen zwischen einigen Hitzköpfen und der Polizei. In Brüssel wurden Polizeiwagen beschädigt und es musste der Wasserwerfer eingesetzt werden. In Antwerpen blieb es lange ruhig, doch auch dort kam ein Wasserwerfer zum Einsatz.
Nach dem Marokko-Spiel: Kurze Konfrontationen in Brüssel und Antwerpen - Über 200 Festnahmen
Quasi sofort nach der Niederlage Marokkos gegen Frankreich schlug die Atmosphäre in der Lemonierlaan und am Südbahnhof in Brüssel um und einige Krawallmacher beschossen die Polizei mit Feuerwerkskörpern. Diese griff daraufhin ein und fuhr den Wasserwerfer auf. Leider konnte die marokkanische Gemeinschaft die Randalierer mit Menschenketten nicht daran hindern, wieder auf Konfrontation mit der Polizei zu gehen. Mit dem Wasserwerfer und dem Einsatz von Tränengas wurden die Hitzköpfe auseinandergetrieben und gegen 23 Uhr 15 kehrte im Brüsseler Süden wieder Ruhe ein.
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Zu kurzen Krawallen kam es auch in der Umgebung des Brüsseler Nordbahnhofs, wo sich jugendliche Randalierer ein Katz-und-Mausspiel mit der Polizei lieferten. Auch im Stadtteil Molenbeek musste die Polizei vereinzelt eingreifen. In Brüssel wurden am Mittwochabend 213 Personen festgenommen, vier davon müssen sich vor dem Haftrichter verantworten.
Antwerpen
In Antwerpen wurden am Kiel und in der Turnhoutsebaan in Borgerhout 85 Randalierer festgenommen. Hier blieb es zunächst ruhig, weil sich zahlreiche Väter aus der marokkanischen Gemeinschaft zusammengetan hatten, um die Jugendlichen von der Polizei zu trennen. Als die Leute wieder nach Hause gingen, wurde es doch aggressiv und es wurde mit schwerem Feuerwerk auf die Polizei gefeuert. Die Polizisten „schlugen“ daraufhin zurück und setzten in Borgerhout auch den Wasserwerfer ein. Die Antwerpener Polizei stoppte zudem ein Fahrzeug, aus dem bengalische Feuer gezündet und geworfen wurden.


