In den vergangenen 10 Tagen sind die Gasvorräte in Belgien um etwa 10 % gesunken. Dies liegt an der klirrenden Kälte und daran, dass deshalb mehr geheizt werden muss. Ein weiterer Grund dafür ist, dass aus dem Ausland weniger Gas nach Belgien geliefert wurde - wohl aus den gleichen Gründen. Im Allgemeinen wird aber in unserem Land sparsamer mit Energie umgegangen, als vergleichsweise letztes Jahr.
Belgiens Gasvorräte reichen trotz Mehrverbrauch durch die Kälte aus
Am 4. Dezember waren die Gasreserven in Belgien noch zu 100 % gefüllt, doch am Dienstag lag der Stand bei 87,5 %, wie Gasnetzbetreiber Fluxys mitteilt. Durch das Heizen wird derzeit etwas mehr Gas verbraucht und auch aus Großbritannien fließt derzeit weniger Gas nach Belgien, denn auch dort hat der Winter Einzug gehalten. Die britischen Gaskraftwerke müssen dort einen Strommangel kompensieren, der durch rückläufige Produktion durch Windkraftanlagen entstanden ist.
Trotz dieser Vorgänge müssen sich die Belgier keine Sorgen machen, wie Laurent Remy vom Fluxys gegenüber VRT NWS sagt: „Wir haben ausreichend Gas in Reserve und wir kommen damit auch durch einen sehr strengen Winter.“ Unser Land ist über Pipelines mit mehreren Ländern verbunden und dazu gehört neben Großbritannien auch z.B. Norwegen. Nicht zuletzt kommt Flüssiggas aus rund 20 Lieferländern in den LNG-Terminals im Hafen von Zeebrügge an.
Ein Grund mehr für wenig Sorgen ist die Tatsache, dass die belgischen Haushalte, Behörden und Unternehmen aktuell sehr sparsam mit Energie umgehen und weniger Gas und Strom verbrauchen, als in früheren Wintermonaten. Am Dienstag (13. Dezember) war es an der Referenzwetterstation des KMI in Ukkel bei Brüssel -2,3°C kalt und dabei wurden 908 Gigawatt Gas verbraucht. Der letzte Spitzenwert datiert vom 10. Januar 2022, als bei 1,3°C plus 943 Gigawatt Gas verbraucht wurden…
