Trotz der Korruptionskrise im Europäischen Parlament wird dort auch gearbeitet. Jetzt haben die EU-Abgeordneten beschlossen, dass eine Mindestbesteuerung für in der Union aktiven Multinationals eingeführt werden soll. Ungarn hat seinen Widerstand dagegen aufgegeben. Für Belgiens Finanzminister Vincent Van Peteghem ist dies eine positive Entscheidung.
Mindestbesteuerung für Multinationals in der EU: "Das ist eine gute Nachricht"
Ab dem 1. Januar 2024 wird auf die Gewinne von international agierenden und in der EU aktiven Multinationals eine Mindeststeuer von 15 % eingeführt. In Belgien gab es eine solche Steuer schon, doch diese Entscheidung auf europäischer Ebene wird auf die internationalen Großunternehmen Einfluss haben.
Sie können ab Anfang 2024 eine Besteuerung der EU nicht mehr ausweichen z.B. über sogenannte Steuerparadiese. Bundesfinanzminister Van Peteghem ist überzeugt davon, dass dies für die EU und für die belgische Staatskasse lukrativ sein wird.
Das ist vor allem eine gute Nachricht für die Steuergerechtigkeit.
Bundesfinanzminister Vincent Van Peteghem
Der flämische Christdemokrat sagte am Dienstag gegenüber VRT NWS dazu: „Das ist vor allem eine gute Nachricht für die Steuergerechtigkeit, aber auch für unser Land. Das wird und hunderte von Millionen Euro einbringen, was natürlich positiv ist.“
Man sei jetzt dabei, dies in geltendes Gesetz zu implementieren. Dies sei ein technischer Vorgang, der eine korrekte Berechnung verlange, denn schließlich, so Van Peteghem abschließend, gehe es hier um enorm viel Geld.
