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Asylsucher in Brüssel finden keine Übernachtungsmöglichkeit: "Hoffentlich stirbt hier niemand in dieser Kälte"

Die Nachbarschaft am Asylbewerberzentrum Klein Kasteeltje der Ausländerbehörde Fedasil haben am Montagabend die zahlreichen Asylsucher, die die Nacht vor dem Gebäude unter freiem Himmel verbringen müssen, mit warmem Essen und Getränken versorgt. Zudem stellten sie Feuerkörbe auf, damit die Asylsucher zumindest etwas Wärme spüren konnten. Die Nachbarn haben Angst, dass hier jemand erfriert. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Nachbarschaft des Fedasil-Zentrums Klein Kasteeltje fordern die Behörden und die Politik dazu auf, dringend eine Lösung zu finden. Eine besorgte Nachbarin zeigte sich gegenüber VRT NWS entsetzt: „Ehrlich gesagt habe ich Angst, das jemand in den kommenden Nächten in dieser Kälte stirbt.“

Unter den Betroffenen, die hier unter freiem Himmel schlafen, sind einige Afghanen, die in ihrer Heimat früher Polizisten oder Soldaten waren, die aber heute auf den Todeslisten der Taliban stehen.

Die Nachbarn können die Situation, die sich vor allem an der Brücke am Klein Kasteeltje in Brüssel zeigt, teilweise aus den Fenstern ihrer Wohnungen sehen. Sie halten diese Situation für unhaltbar: „Niemand kann seine Augen hierzu schließen. Wenn hier jemand stirbt, dann haben wir das auf dem Gewissen und das wollen wir nicht.“

Darum haben sie am Montagabend hier protestiert und dabei die Betroffenen mit warmen Mahlzeiten und Getränken sowie mit ein bisschen Wärme durch Feuerkörbe versorgt. 

Kleine Schritte in Richtung Notlösungen

Die Region Brüssel-Hauptstadt, die für die Erstaufnahme der Asylsucher verantwortlich ist, hat die Stadt Brüssel damit beauftragt, zusätzliche Notunterkünfte zur Verfügung zu stellen, was seit Montag u.a. im König Baudouin-Stadion der Fall ist. Auch dazu bekommt Brüssel von der belgischen Bundesregierung 20 Mio. € mehr Mittel.

Inzwischen finden auch die Flüchtlinge kaum noch Unterkunft, deren Asylantrag bearbeitet und positiv beschieden wurde. Hinzu kommen noch Probleme durch die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine. Für diese werden in Antwerpen, Mechelen und Oostakker bei Gent weitere Containerdörfer zur Erstaufnahme gebaut. 

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