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Umwelt & Klima
Energie

Bericht für Regierung warnt vor Gasknappheit bei extremer Kälte, Energieministerin zuversichtlich

Im Falle eines strengen Winters oder anhaltender Kälte in Kombination mit dem Wegfall von Versorgungsströmen könnte Gas in Belgien in den kommenden Monaten knapp werden. So lautet die Warnung in einem Bericht an die belgische Regierung, der vom Netzbetreiber Elia, dem unabhängigen Betreiber der Infrastruktur Fluxys und der Energieverwaltung des Wirtschaftsministeriums mitunterzeichnet wurde. Das berichten die Tageszeitungen L'Echo und De Tijd am Freitag. Die belgische Energieministerin Tinne Van der Straeten (flämische Grünen) ist zuversichtlich, dass es nicht so weit kommt. 

Martina Luxen Belga
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"In Belgien werden die Heizung und das Licht nicht ausgehen", erklärte der belgische  Premierminister Alexander De Croo (flämische Liberale, Open VLD) am Donnerstag in der Kammer.  Energieministerin Tinne Van der Straeten bestätigte, dass die Gasreserven Belgiens größer seien als je zuvor.

Die Energieverwaltung des Wirtschaftsministeriums äußert sich in einem noch nicht veröffentlichten Bericht über die Energieversorgung dennoch mit einer gewissen Zurückhaltung. Sie hat die Versorgungslage in allen möglichen Situationen (von extremer Kälte bis zu einem milden Winter, von Lieferproblemen mit Großbritannien bis zu Speicherprobleme vor Ort) prognostiziert und auch den Extremfall berücksichtigt, d. h., wenn anhaltende Minustemperaturen mit dem Wegfall von Lieferströmen zusammenfallen würden.  

Der schlimmste anzunehmende Fall

"Wir haben die Verwaltung gebeten, das schlimmste Szenario zu untersuchen, damit wir auf alles vorbereitet sind. Der Bericht bezieht sich auf eine lange Periode extremer Kälte, zu der uns Fluxys gesagt hat, dass es noch genügend Kapazitäten gibt, um mehr zu importieren, als wir benötigen. Der Bericht geht von einer Situation aus, in der unsere Gasreserven nicht mehr ausreichen würden. Wir haben jedoch bereits im Februar das Gesetz diesbezüglich geändert: Unsere Reserven waren noch nie so gut wie jetzt. In dem Bericht ist auch von einem höheren Energieverbrauch die Rede, aber wir sparen mehr Gas, als Europa von uns erwartet", lautete die Reaktion im Kabinett von Energieministerin Tinne Van der Straeten (Archivbild). Die Versorgungssicherheit sei aber garantiert, sowohl für Gas als auch für Strom.

Belgien importiert nicht nur Gas aus dem Vereinigten Königreich, sondern auch aus Norwegen und den Niederlanden. Auch verflüssigtes Gas (LNG) kommt per Schiff nach Belgien. Der Betreiber des Gasversorgungsnetzes Fluxys bestätigte gegenüber VRT NWS, dass die Erdgasinfrastruktur in Belgien in der Lage ist, Gas "in extremen Situationen, wie Tagestemperaturen, die bis auf -11 Grad fallen", aufzunehmen und weiterzuleiten.  

Theoretisch sollte Belgien in der Lage sein, ein Szenario mit sehr niedrigen Temperaturen über einen längeren Zeitraum zu bewältigen, bestätigt die Regierung De Croo. Zu Beginn des Winters exportiert unser Land mehr Gas als es importiert. "Wenn wir mit Problemen konfrontiert werden, wird dies für ganz Europa der Fall sein". 

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