In Antwerpen haben Polizei, Feuerwehr und Notdienste in der Nacht zum Dienstag eine großangelegte Übung rund um die Synagoge durchgeführt. An dieser Übung nahmen etwa 200 Personen teil, sowohl Hilfskräfte, als auch Statisten, die auch aus der jüdischen Gemeinschaft in der Hafenmetropole kamen. Sie alle folgten einem Szenario, nach dem bewaffnete Männer in die Synagoge eingedrungen seien und es daraufhin zu einem Feuergefecht kam.
Polizei, Feuerwehr und Notdienste: Große Übung an der Synagoge von Antwerpen
Die Übung begann am Montagabend gegen 20 Uhr an der Synagoge in der Antwerpener Oostenstraat. „Die Polizei wurde fiktiv alarmiert, weil bewaffnete Personen in die Synagoge eingedrungen waren“, so Wouter Bruyns von der Lokalpolizei: „Die Polizei musste die Täter aufspüren und Verletzte aus der Synagoge holen. Das passierte gemeinsam mit der Feuerwehr. Die Polizisten sorgten dafür, dass diese Situation abgesichert wurde, damit die Feuerwehr und die Rettungskräfte die schwerverletzten Opfer sicher nach draußen bringen konnten.“
Die Anwohner und die Nachbarschaft rund um die Synagoge wussten von dieser Übung vorher schon. Sie wurden darum gebeten, nicht mit ihrem Autos in die Übungszone hineinzufahren. Sie wurden auch vor Übungsschüssen gewarnt, denn die Polizei trainierte auch mit unscharfen Kogeln, die sehr viel Lärm beim Abschießen erzeugen.
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Dutzende Verletzte mit zum Teil schwersten Verletzungen wurden aus der Synagoge geholt und zu einem medizinischen Posten des Roten Kreuzes gebracht. Die Ersthelfer vom Roten Kreuz, von Notarztteams und von der Einsatzzentrale 112 bekamen hier die Möglichkeit, in einem Szenario mit Verletzungen zu üben, die eigen an bewaffneten Vorfällen sind.
Mehr als 100 Polizisten, 25 Feuerwehrleute und 50 Ersthelfer und Notdienstretter nahmen daran teil. Ihnen zur Seite standen noch mehrere Statisten und Freiwillige, die teilweise auch aus der jüdischen Gemeinschaft Antwerpens kamen. Jetzt wird diese Übung evaluiert und wo es nötig erscheint, werden Verfahren und Prozeduren angepasst.
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Eine solche Übung bedeutet auch im jüdischen Viertel von Antwerpen nicht gleich, dass eine akute Bedrohung vorliegt, doch, so die Verantwortlichen, si etwas müsse eben auch einmal geübt werden. Jetzt habe man die Möglichkeit gehabt, einmal in einer Synagoge zu üben, so Wouter Bruyns von der Lokalpolizei weiter: „Das verlangt viele Vorbereitungen, angesichts dessen, dass hier viele Statisten und Hilfskräfte teilgenommen haben. Wir waren hiermit rund ein Jahr beschäftigt.“
Es sei doch wichtig, so etwas zu machen, „denn hierbei handelt es sich um eine Bedrohung, die nicht weg zu denken ist. Doch es gibt keinen Grund anzunehmen, dass wir jetzt eine neue Bedrohung haben. Wir wollen einfach nur gut auf solche Vorfälle vorbereitet sein.“
