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Handelsgericht entscheidet nächste Woche über die Übernahme der Metro- und Makro-Geschäfte, Mitarbeiter sind wütend

Das Angebot des niederländischen Großhandelskonzern Sligro scheint im Moment die besten Chancen zu haben, um die Metro-Geschäfte in Belgien zu übernehmen. Für die Makro-Geschäfte wurde nur ein einziges Angebot eingereicht. Mehr als 1 200 Beschäftigte laufen Gefahr, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Rund 150 von ihnen waren vor dem Gerichtsgebäude zusammengekommen, um ihren Unmut gegen den Vorstandsvorsitzenden Vincent Nolf zu äußern, der selbst ein Angebot für die Metro-Geschäfte abgegeben hat. 

Martina Luxen Belga
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Im September war Makro Cash & Carry Belgien vom Antwerpener Handelsgericht bis Mitte Januar Gläubigerschutz gewährt worden. Daraufhin folgte ein Verfahren zum Verkauf der gesamten Einzelhandelskette oder von Teilen davon. Die Gruppe besteht aus 11 Geschäften des Gastronomie-Großhändlers Metro und sechs Filialen der Supermarktkette Makro.  

Vier Kaufinteressenten haben ein Angebot für die 11 Metro-Großhandelsunternehmen abgegeben, die derzeit rund 600 Mitarbeiter beschäftigen. Sie haben dieses Angebot heute vor dem Handelsgericht Antwerpen erläutert. 

Großhandelsriese Sligro in der Pole Position

Das Angebot des Großhandelsriesen Sligro scheint im Moment die besten Chancen zu haben. Der Betrag beläuft sich auf 47 Millionen Euro (zuzüglich des Wertes der Lagerbestände und des Bargeldes in den Geschäften am Tag der Übertragung). Der Großhandelsriese will 10 der 11 Läden übernehmen: An dem Metro-Laden in Antwerpen-Nord hat er kein Interesse, weil er dort bereits selbst einen Laden betreibt.  

Sligro will, im Falle einer Übernahme 500 Mitarbeiter behalten. Die Mitarbeiter des Metro-Geschäfts in Antwerpen-Nord sollen vorrangig an anderer Stelle in der Gruppe weiterarbeiten.  

Aktueller CEO von Makro wird vor Gericht ausgebuht

Vincent Nolf, CEO von Makro Cash & Carry Belgien, hat zusammen mit Partnern aus dem derzeitigen Management ebenfalls ein Angebot für die Metro-Märkte abgegeben. Das Angebot beläuft sich auf 110.000 Euro, aber Nolf bietet auch eine "Beschäftigungsgarantie": Die Metro-Mitarbeiter können ihren Arbeitsplatz behalten, und in den ersten drei Jahren wird es keine Umstrukturierungen geben, verspricht er.  

Der Präsident des Antwerpener Handelsgerichts stellte das Angebot von Nolf in Frage, da es unter dem Liquidationswert (der geschätzte Betrag, für den ein Unternehmen im Falle eines Konkurses schnell verkauft werden kann, Anm. d. Red.) liegt. Das Gericht stellte auch die von Nolf angebotene Beschäftigungsgarantie in Frage. 

Für die Makro-Läden wurde nur ein einziges Angebot abgegeben, das jedoch bereits abgelehnt wurde. Mehr als 1 200 Beschäftigte drohen dadurch ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Etwa 150 von ihnen stürmten auf den Platz und buhten Nolf aus, als er ankam. Sie machen den Geschäftsführer für den Niedergang verantwortlich. 

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