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Bahnstreik in Belgien am zweiten Tag - Rund die Hälfte aller Züge sind unterwegs

Am zweiten Tag des Bahnstreiks in Belgien ist der Eisenbahnverkehr weniger stark gestört, wie am Dienstag, als die Bahngewerkschaften gestreikt hatten. Am Mittwoch und am Donnerstag legen die Mitglieder der kleineren Lokführergewerkschaft ASTB die Arbeit nieder. Das hingegen legt nicht fast den gesamten Bahnverkehr still, sondern etwa die Hälfte aller Züge fährt.

Andreas Kockartz
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Offenbar planen die Reisenden und die Pendler ihre Bahnfahrten sehr gut und wie wissen genau, ob ihr Zug fahren wird oder nicht. Der kleine Berufsverband der Lokführer ASTB streikt aufgrund von akutem Personalmangel, einer hohen Zahl an Überstunden und wegen nicht gewährtem Urlaub und auch darüber, dass die Infrastruktur der Bahn es dem fahrenden Personal nicht mehr ermöglichen kann, z.B. Verspätungen aufzuholen oder Anschlüsse zu gewähren.

Der Streik der ASTB führt nicht dazu, dass in einigen Regionen oder Landesteilen der gesamte Zugverkehr lahmliegt, wie dies am Dienstag in weiten Teilen der Wallonie der Fall war. Am Mittwoch und am Donnerstag fahren rund die Hälfte aller Züge auf dem gesamten Netz in Belgien.  

Bahnchefin Sophie Dutordoir gelobte gegenüber VRT NWS Besserung und gab zu verstehen, dass sie die Sorgen der Eisenbahner ernst nehme, doch es würde noch einige Jahre in Anspruch nehmen, bis das Netz allen Herausforderungen gewachsen sei. Zudem kündigte sie an, dass gerade ein Geschäftsführungsvertrag mit der Regierung verhandelt werde, der eine Laufzeit von 10 Jahren haben wird.

Bevor zudem viele neue Züge angeschafft und in neuen Fahrplänen eingesetzt werden, solle zuerst das bestehende Zugangebot stabilisiert werden, so Dutordoir: „Es wird eine Anzahl an Investierungen, mit denen neue Züge ins gerade unter Druck stehende System integriert werden sollen, ausgesetzt, bis wir es stabilisiert haben.“  

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