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Inland
Wirtschaft

Studie: Seit 5 Jahren arbeiteten nicht mehr so viele Beschäftigte ganztags in Belgien wie heute

Seit rund 5 Jahren fällt auf, dass die Zahl der Arbeitnehmer, die ganztags arbeiten, immer größer wird. Der Personaldienstleister Acerta hat in einer Studie festgestellt, dass die Zahl derer, die in Belgien in Vollzeit arbeiten, noch nie so hoch war, wie jetzt. Zwei von drei Beschäftigten arbeiten in unserem Land ganztags, wie aus der Acerta-Studie ersichtlich ist.

Andreas Kockartz Belga
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Mit der Coronakrise haben viele Arbeitnehmer in Belgien ein neues Gleichgewicht zwischen dem professionellen Leben und ihrem Privatleben gefunden. Im Jahr 2021 haben sich z.B. rund 80.000 Arbeitnehmer dazu entschlossen, jeden Monat einige Tage zusätzlichen Elternurlaub zu nehmen, um sich um ihre Kinder zu kümmern, wie das Nationale Arbeitsamt (das Landesamt für Arbeitsbeschaffung, LfA) dazu angibt.

Dem gegenüber aber stellt Acerta fest, dass immer mehr Landleute ganztags arbeiten. Im laufenden Jahr 2022 sind zwei von drei Arbeitnehmer im Rahmen eines Ganztags-Arbeitsvertrag beschäftigt. Das entspricht einem Anstieg um 2,3 % gegenüber dem Vorjahr 2021 und ist ein absoluter Rekord in den vergangenen 5 Jahren.

Das bedeutet im Gegenteil, dass die Teilzeitverträge zurückgehen. Ein Grund dafür könnte, wie so oft in diesen Zeiten, die steigenden Energiekosten und die galoppierende Inflation sein, denn die Menschen müssen derzeit mehr Kosten finanzieren. Der Unterschied zwischen einem Vierfünftel-Job (80 %) und einer Ganztagsstelle mit 7,5 Arbeitsstunden pro Tag macht gehalts- und stundenmäßig bis zu 30 Stunden monatlich aus…

Summa summarum bedeutet dass, das 89,4 % aller Arbeitnehmer in Belgien 90 % der Woche Arbeitszeit am Arbeitsplatz oder im Homeoffice sind, wie Acerta feststellte. Das entspricht einem Anstieg um 1 % gegenüber 2018. Laut der Acerta-Studie liegt das u.a. auch daran, dass heute wesentlich mehr Frauen ganztags arbeiten, als das früher der Fall war. In diesen Krisenzeiten bedeutet das, dass wesentlich mehr Menschen bzw. mehr Haushalte über mehr Einkommen verfügen. 

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