Flanderns Landwirtschaftsminister Jo Brouns (CD&V, Foto) will dafür sorgen, dass die Verbraucher mehr Möglichkeiten bekommen, gesunde, nachhaltige und auch lokal produzierte Lebensmittel kaufen zu können. In Roeselare in Westflandern stellte er seine Pläne bei einem Treffen mit dem Sektor vor. Dabei kamen Mitspieler aus der gesamten Lebensmittelkette zusammen.
Landwirtschaftsminister Brouns: "Gesunde, nachhaltige und lokale Lebensmittel für Flandern"
Landesagrarminister Brouns investiert pro Jahr 12 Mio. € in die Forschung und Entwicklung von Lebensmitteln und arbeitet damit intensiv an einer modernen und erneuernden Form der Nahrungsmittelproduktion.
Dabei sollen die Produkte am Markt für jeden bezahlbar sein, so der flämische Christdemokrat. Gleichzeitig will Brouns aber auch, dass die Landwirtschaft in Flandern umweltfreundlicher wird und „mit Respekt vor den Grenzen unseres Planeten“ produziert.
Selbständiger und innovativer
Er wolle, dass Flandern in dieser Hinsicht selbständiger und innovativer werde. Gerade die unterbrochene Zufuhr von Weizen und Korn aus der Ukraine zeige deutlich, dass wir unsere Versorgungssicherheit strategischer angehen müssen. Weiter will der Minister aber auch erreichen, dass alle Mitspieler in der lokalen und regionalen Lebensmittelproduktion ehrliche Preise für ihre Produkte erhalten.
Brouns will, dass mit den jährlich zur Verfügung stehenden 12 Mio. € in Flandern eine Art „Silicon Valley“ für nachhaltige Landwirtschaft entstehen kann. Diese Mittel passen in die sogenannte „Go4Food!“-Lebensmittelstrategie. Diese umfasst 19 Ziele, wie z.B. gerechte Preise für Produzenten und Kunden oder auch den Kampf gegen „Lebensmittel-Ungleichheit“.
Und Europa?
Im kommenden Jahr übernimmt der flämische Landwirtschaftsminister den Vorsitz über den europäischen Landwirtschaftsrat und in diesem Zusammenhang wolle er für zusätzliche Maßnahmen plädieren, mit denen die Landwirtschaft in Europa gestärkt und besser vor unlauterem Wettbewerb geschützt werden sollen.
„Genauso, wie es Macron schon machte, will ich anbringen, das es nicht sein kann, dass wir Lebensmittel aus weitentfernten Ländern im Süden importieren, die unter viel weniger strengen Regeln produziert werden,“ so Jo Brouns gegenüber dem flämischen Wirtschafts-TV-Sender Kanaal Z.
„Wir haben hier in Flandern die strengsten Regeln in Sachen Tierschutz, Umwelt und Lebensmittelsicherheit“, so Brouns und deshalb stoße sich der „gesunde Bauernverstand in Flandern“ am Import von Produkten, die diesen Ansprüchen nicht entsprechen würden.
