Belgiens Verkehrsminister Georges Gilkinet (Ecolo) will Alkohol am Steuer deutlich strenger bestrafen. Der frankophone Grüne denkt zum Beispiel daran, Führerscheine bereits bei 1,2 Promille im Blut einzuziehen.
Zu viele Unfälle durch Alkohol am Steuer: Führerschein schon bei 1,2 Promille weg?
Bundesverkehrsminister Gilkinet denkt daran, die Promillegrenze für einen Führerscheinentzug bei zu hohem Alkoholgehalt im Blut deutlich zu senken. Dies teilte er im Rahmen der Vorstellung der winterlichen BOB-Kampagne mit, bei der Fahrdienste betrunkene Autofahrer bei den Feierlichkeiten rund um Weihnachten oder den Jahreswechsel nach Hause bringen.
Gilkinet will, dass Führerscheine bereits bei einem Alkoholgehalt von 1,2 Promille eingezogen werden. Aktuell liegt die Promillegrenze in Belgien bei 1,5 Promille. Der Mobilitätsminister kann sich auch vorstellen, dass sich die überführten Fahrer in einem solchen Fall gegenüber einem Verkehrsrichter verantworten sollen.
In Belgien sind in den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres rund 3.100 Verkehrsunfälle registriert worden, bei denen Alkohol am Steuer im Spiel war. Dies ist der höchste Wert seit dem Jahr 2016 heißt es dazu.
