In Brüssel fand an diesem Montag eine Demonstration der Polizei statt. Alle Gewerkschaften hatten zu dieser Demonstration gegen Gewalt gegen die Polizei aufgerufen. Das Fass zum überlaufen brachte die Ermordung eines Polizisten durch einen Messerangriff in Schaarbeek am 10. November.
Polizisten demonstrierten in Brüssel: "Mehr Respekt für die Polizei"
Eine gemeinschaftliche Gewerkschaftsfront von ACV Polizei, ABVV Öffentlicher Dienst, VSOA Polizei und NSPV hatte für diesen Montag zu einer Demonstration gegen Gewalt gegen Polizisten aufgerufen. Zahllose Polizistinnen und Polizisten, es ist die Rede von rund 10.000 Teilnehmern, zogen aus Richtung Brüsseler Nordbahnhof, in dessen Nähe am 10. November ein Polizist durch Messerstiche tödlich verletzt wurde, zur Wetstraat im Regierungsviertel.
Dort wurde am Nachmittag eine Abordnung der Polizeibeamten von Premierminister Alexander De Croo (Open VLD), Bundesjustizminister Vincent Van Quickenborne (ebenfalls Open VLD) und von Bundesinnenministerin Annelies Verlinden (CD&V) zu einem Gespräch empfangen.
Die Polizei und ihre Gewerkschaften fordern mehr Respekt und dies nicht nur von der Bevölkerung, sondern auch von Seiten der Politik. Eine der Forderungen ist die nach Wegen, den Beruf des Polizisten attraktiver zu gestalten, denn auch die Polizei kämpft mit Personalmangel.
Eine Besprechung zwischen der Polizei und Bundesjustizminister Van Quickenborne nach dem Polizistenmord von Schaarbeek hatte ergeben, dass Straftaten gegen Polizeibeamten strenger und schneller bestraft werden. Doch bei den Polizeigewerkschaften stellt man sich die Frage, wie die Justiz dies in der Praxis umsetzen wird und kann.
