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Telekom-Anbieter erhalten 2 Millionen Euro für den Schutz ihrer Kunden vor betrügerischen SMS

Die grüne Ministerin für Telekommunikation Petra De Sutter hat mit den beiden größten Telekommunikationsbetreibern Belgiens eine Vereinbarung getroffen, um den Kampf gegen Smishing, also Betrug mit SMS, zu verstärken. Es wurde ein Budget von zwei Millionen Euro aus dem europäischen Konjunkturprogramm bereitgestellt, damit eine Software entwickelt werden kann, die betrügerische SMS automatisch blockiert.

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Smishing ist eine Form des Phishings, bei dem überzeugende Phishing-SMS/Textnachrichten verwendet werden, um ein potenzielles Opfer dazu zu verleiten, auf einen Link zu klicken und private Informationen zum Angreifer zu senden oder Malware auf das Handy zu laden.

Rund 93% der Belgier besitzen ein Smartphone, aber fast die Hälfte von ihnen gibt an, nicht ausreichend über die Risiken der Cyberkriminalität informiert zu sein. Und ein Viertel der Smartphone-Nutzer gibt zu, dass sie nicht vorsichtig genug sind, wenn sie auf einen Link klicken, der ihnen per SMS zugeschickt wird. Dies geht aus der jüngsten Studie des Leuvener Technologieforschungszentrums IMEC hervor, die sich mit der Mediennutzung der Flamen befasst, sowie aus einer identischen Studie aus Wallonien. Die Zahlen beunruhigen die Ministerin für Telekommunikation Petra De Sutter (Foto unten).

Die Weihnachtszeit sei eine gute Zeit für Cyberbetrug, da in dieser Zeit mehr Pakete erwartet würden, betonte die Ministerin. Aufgrund der Vereinbarung, die sie mit den Telekommunikationsanbietern geschlossen hat, können diese eine Software entwickeln, die  betrügerische SMS blockieren soll.

"Im letzten Jahr hat der FLUBOT-Virus Tausende von Opfern gefordert. Die Nutzer klickten mechanisch auf einen Link in einer SMS, wodurch eine Anwendung ihre Zugangsdaten für mobiles Banking abfangen konnte", erinnert Petra De Sutter. "Die Nutzer zu sensibilisieren ist eine Sache, dafür zu sorgen, dass sie nicht mehr in die Falle tappen können, eine andere. Wir werden daher bessere Spamfilter installieren, um die Nutzer zu schützen."

Die Vereinbarung wird zunächst von den Betreibern Telenet und Proximus unterzeichnet. Die Software soll innerhalb eines Jahres voll funktionsfähig sein.

Ministerin für Telekommunikation Petra De Sutter

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