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Inland
Justiz

Hacker dringen in Polizeicomputer ein und geben sensible Informationen zu einfachen Bürgern frei

Hackern ist es gelungen, in die Computer der Polizeizone Zwijndrecht bei Antwerpen einzudringen und sensible Daten zu entwenden. Darunter sind auch Angaben zu einfachen Bürgern. Die Hacker wollten Lösegeld erpressen, doch dies gelang nicht. Aber es wurden gestohlene Daten im Internet veröffentlicht.

Andreas Kockartz
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Dies kann ein großes Problem sein, denn Betrüger können mit diesen geleckten Informationen etwas anfangen. Sie können sie verkaufen oder einfach selbst nutzen, Stichwort „Identitätsdiebstahl“. Man kann so Konten eröffnen, Verträge abschließen, Ausweise fälschen…

Matthias Dobbelaere-Welvaert, Experte in Sachen Schutz des Privatlebens, empfiehlt den möglicherweise betroffenen Bürgern, umfassend auf den Vorfall zu reagieren: „Ersetzen sie ihre offiziellen Dokumente, ihre Ausweise und ihre Autokennzeichen durch neue Dokumente.“

Dobbelaere-Welvaert wirft der Polizei vor, ihre Verantwortung herunterzuspielen und Politik und Behörden, dass sie zu wenig für Cybersicherheit sorgen. Der Vorgang ist seit September bekannt, die der flämische Privatsender VTM und die Tageszeitung Het Laatste Nieuws am Freitag melden. 

Es war nicht die Frage, ob das passieren würde, sondern wann und wer das Opfer sein würde.“

Matthias Dobbelaere-Welvaert, Privacy-Schützer

Inzwischen gibt die Polizeizone Zwijndrecht bekannt, dass es sich in erster Linie um Informationen über das Personal, wie z.B. Personallisten und Dienstpläne oder Fotos einer Mitarbeiterfeier an die Öffentlichkeit gelangen konnten. Doch es wurden wohl auch Strafzettel und Bußgeldbescheide ins Netz gestellt.  

Matthias Dobbelaere-Welvaert spricht von einem „der größten Datenleckts in unserem Land“ und sagte zudem, dass ihn dieser Hackerangriff nicht wirklich überrascht habe: „Es war nicht die Frage, ob das passieren würde, sondern wann und wer das Opfer sein würde.“

Der Privacy-Schützer befürchtet weitere Hackerangriffe, denn inzwischen wisse dieser „Sektor“, so das Geld sitzt und dass die Sicherung der Netzwerke von Behörden und Polizei in Belgien nicht wirklich undurchdringlich ist und zu leichtfertig gehandhabt werde: „In diesem spezifischen Fall ging es offenbar um ein schwaches Passwort.“

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