Bei den Parlamentswahlen in 2024 werden die Brüsseler Hauptstadt-Region und die wallonische Provinz Namür jeweils einen Abgeordneten mehr in die Erste Kammer im belgischen Bundesparlament (Foto) entsenden können. Die wallonischen Provinzen Lüttich und Hennegau verlieren allerdings jeweils einen Sitz. Grund dafür sind demografische Veränderungen, wie Bundesinnenministerin Annelies Verlinden (CD&V) dazu mitteilt.
Veränderte Demografie: Verteilung der Abgeordnetensitze im belgischen Parlament wird angepasst
Alle 10 Jahre wird die Verteilung der 150 Abgeordnetensitze in der Ersten Kammer im belgischen Bundesparlament neugeordnet. Dabei werden die Bevölkerungszahlen in den insgesamt 11 Wahldistrikten verglichen. Durch den anhaltenden Bevölkerungszuwachs bzw. durch das demografische Wachstum erhält Brüssel 2024 einen Abgeordneten hinzu.
Das bedeutet, dass die Hauptstadt-Region 15 statt 14 Sitze (wie noch 2019) besetzen kann. Auch die Provinz Namür entsendet einen Abgeordneten mehr nach der Parlamentswahl 2024. Hier steigt die Zahl der Sitze von derzeit 4 auf dann 5 Abgeordnete.
Die Provinzen Hennegau und Lüttich hingegen verlieren jeweils einen Abgeordneten: Hennegau geht von 19 auf 18 Abgeordnete zurück und Lüttich von 16 auf 15. In allen anderen Wahldistrikten bleibt die Zahl der Abgeordneten auf belgischer Bundesebene gleich: 24 für Antwerpen, 20 für Ostflandern, 16 für Westflandern, 15 für Flämisch-Brabant, 12 für Limburg, 5 für Wallonisch-Brabant und 4 für die Provinz Luxemburg.
