In Hooglede in der Provinz Westflandern haben rund 8.200 deutsche Soldaten, die im Laufe des Ersten Weltkriegs gefallen sind, ihre letzte Ruhestätte bekommen. Jetzt wurde eine neue App lanciert, die sich mit der Geschichte und der Gegenwart dieses Soldatenfriedhofs beschäftigt.
Eine neue App zum deutschen Soldatenfriedhof im westflämischen Hooglede
Die mit „Augmented Reality“ versehene App wird ab April 2023 die Geschichte des Soldatenfriedhofs von Hooglede erzählen. Durch die Geschichte führt die fiktive Krankenschwester Ida. Was sie in der App erzählt, ist historisch belegt, doch sie spricht auch über ihre eigenen Erlebnisse und über das Leid und das Elend, dass sie auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs zwischen 1914 und 1918 erlebte.
Die App wird von Alfavision entwickelt, ein digitales Medienunternehmen, dass auch schon die virtuelle Reise zur Geschichte des „Lamm Gottes“ in der Sankt-Bavo-Kathedrale in Gent programmierte.
Weitere Projekte, an denen Hooglede beteiligt ist
Hooglede wird in Zusammenhang mit der Geschichte des Ersten Weltkriegs auch als einer der sechs Partner für eine Themenwanderung auftreten, bei der die Gemeinde Langemark-Poelkapelle federführend ist.
Und nicht zuletzt wird Hooglede auch Teil eines umfassenden Projektes mit dem Titel „Unsichtbare Landschaft - Auf der Suche nach verschwundenen Friedhöfen in der Westhoek“ sein. Hierzu wird eine Landmarke auf dem Seniorenheim „t’Hoge“ aufgestellt. Hier war zu Zeiten des Ersten Weltkriegs ein deutsches Militärhospital eingerichtet, das auch über einen eigenen Friedhof verfügte.
