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Belgiens Armee lockert die Rekrutierungskriterien für neue Soldaten

Die belgische Armee reformiert das Auswahlverfahren für die Rekrutierung von neuen Soldaten, denn diese würden den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprechen, teilte Bundesverteidigungsministerin Ludivine Dedeonder (PS) mit. In der Diskussion stehen hier z.B. die Anforderungen an die Sehstärke von Piloten, wie die Zeitungen des flämischen Mediahuis-Verlags am Montag melden.

Andreas Kockartz Belga
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Das belgische Verteidigungswesen ist seit geraumer Zeit schon mit einer umfassenden Rekrutierungskampagne beschäftigt, doch jetzt ist man hier der Ansicht, dass die Kriterien den heutigen Zeiten entsprechende reformiert werde müssen. Das bedeutet u.a. dass die medizinischen Kriterien zur Anwerbung von zukünftigen Soldaten gelockert werden sollen.

Verteidigungsministerin Dedonder ist der Ansicht, dass die derzeit geltenden Bedingungen nicht mehr zeitgemäß sind, weshalb die Armee potentielle Kandidaten ablehnen müsse. Die frankophone Sozialistin bedauert, dass die Gründe dafür nicht selten überholt seien.

Derzeit bewerten Arbeitsgruppen innerhalb der Armee und des Verteidigungsministeriums entsprechende Kriterien „im Lichte des medizinischen Fortschritts der vergangenen Jahre.“ Zudem werden die belgischen Rekrutierungsmaßstäbe mit den Kriterien in anderen Nato-Ländern verglichen, bzw. mit den geltenden Nato-Anforderungen.

Als Beispiel werden die in Belgien seht strengen Anforderungen für die Sehstärke von Piloten bei der Luftwaffe angeführt. Fachleute kritisieren bereits seit längerem, dass die Latte in unserem Land viel höher als in anderen Ländern gehängt ist. Und auch die Hörfähigkeit wird neu bewertet.

Ein weiteres Beispiel ist Diabetes. Bisher sind potentielle Kandidaten für die Armee, die an dieser Krankheit leiden, von allen militärischen Funktionen bei der Armee ausgeschlossen. Doch für sie bestehen nach der Reform der Rekrutierungskriterien in Belgien bald Chancen auf Möglichkeiten, von der Armee angenommen werden zu können.  

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