Der Welt-Fußballverband FIFA hat neben finanziellen Sanktionen jetzt auch sportliche Folgen für das Tragen der „One Love“-Armbinde durch Spieler bei der WM in Katar verfügt. Dieses Armband sollte auch auf die Rechte der LGBT+-Gemeinschaft hinweisen, zumal in Katar für die Queer-Bewegung keine Toleranz gilt. „Eine solche Strafe ist noch nie vorgekommen“, hieß es in einem gemeinschaftlichen Statement der teilnehmenden Länder. Belgiens Kapitän Eden Hazard wird ohne diese Armbinde spielen.
Auch die Roten Teufel spielen in Katar ohne die "One Love"-Armbinde
Die FIFA setzt doch noch ihren Willen durch. Die Kapitäne der bei der Weltmeisterschaft in Katar antretenden Mannschaften werden nicht mit ihren „One Love“-Armbinden aufspielen. Dieses Symbol für die Rechte der LGBT+-Gemeinschaft ist auf den Spielfeldern der WM nicht willkommen.
Die belgische Nationalmannschaft und auch Deutschland, Wales, die Schweiz, England, Dänemark und die Niederlande geben sich geschlagen und sind eingeknickt. Die FIFA verfügte jetzt, dass alle Spielführer, die mit der Armbinde antreten, sofort mit einer gelben Karte bestraft werden.
Eine Geldbuße hätte man bezahlt, so das Statement der betroffenen WM-Teams, „doch dass die FIFA uns hierfür auf dem Feld bestrafen will, ist ein noch nie dagewesener Vorgang. Dies geht gegen den Geist unseres Sports, der gerade Millionen Menschen verbindet. Wir werden in der nächsten Zeit gemeinsam mit den anderen Ländern unsere Beziehung zur FIFA kritisch prüfen.“
Der belgische Fußballverband KBVB ist enttäuscht von der Entscheidung der FIFA, wie es in in einer Mitteilung dazu heißt. Belgiens Kapitän Eden Hazard wird also auch ohne diese Armbinde spielen. In mehr als 120 Länderspielen hat Hazard bis heute nur 3 Gelbe Karten kassiert, doch eine vierte solche Karte soll es für ihr nicht geben, „nur“ weil er ein Statement, dass übrigens eine Initiative der Spielergemeinschaf ist, geben will.
Auch die Holebi-Organisationen in Belgien sind tief enttäuscht. Matthias De Roover, der belgische Botschafter der internationalen Holebi-Sportgemeinschaft „Out for the Win“, sagte dazu: „Das ist eine Schande.“ Gerade auch, weil die „One Love“-Armbinde für eine bessere Zugänglichkeit, für mehr Gleichheit und für mehr Vielfalt in der Sportwelt plädiert.
