Die flämische Umweltministerin Zuhal Demir (Nationalisten, N-VA) hat die Ergebnisse derUN-Klimakonferenz in Sharm el-Sheikh am Sonntag in den Nachrichten des privaten TV-Senders VTM kritisiert. Die Landesministerin will die Einrichtung eines Fonds für die Schäden von Klimakatastrophen, eine langjährige Forderung der Entwicklungsländer, nicht unterstützen.
Flanderns Umweltministerin blieb der COP27 fern und äußert Kritik: Entschädigungsfonds widerspricht belgischer Position
Die Einrichtung dieses Fonds wurde von der belgischen Klimaministerin Zakia Khattabi (französischsprachige Grünen) oder auch dem wallonischen Minister Philippe Henry als positiv und legitim begrüßt. Letzterer übernahm in Abwesenheit der flämischen Ministerin die Rolle (die die belgischen Minister abwechselnd wahrnehmen) des belgischen Delegationsleiter auf EU-Ebene.
Khattabi und Henry waren gleichzeitig der Meinung, dass die COP27 in anderen Punkten nicht weit genug gegangen sei, was zu einem enttäuschenden Ergebnis geführt habe.
"Wir tun bereits viel. Genug ist genug."
Flanderns Umweltministerin Zuhal Demir, N-VA
Zuhal Demir sagte: "Wir hatten auf belgischer Ebene vereinbart, dass es keine zusätzlichen Finanzierungsströme für Schäden in Entwicklungsländern geben würde, da wir bereits heute Klimafinanzierung betreiben", sagte sie gegenüber VTM.
Für die flämische Ministerin hat der EU-Kommissar Frans Timmermans, Leiter der europäischen Delegation bei der COP, "eine Position eingenommen, die der belgischen Position diametral entgegengesetzt ist. Wir tun bereits viel. Genug ist genug", sagte sie.
