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Viele Krankenhäuser in Belgien werden das Jahr wohl mit roten Zahlen abschließen

Die Belfius-Bank hat den finanziellen Zustand des Krankenhauswesens in Belgien analysiert und kommt dabei zu dem Schluss, dass sich der gesamte Sektor in Schwierigkeiten befindet. Die meisten Krankenhäuser in unserem Land werden das Jahr wohl mit roten Zahlen abschließen. 

Andreas Kockartz
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Von der Corona-Pandemie haben sich die Krankenhäuser in Belgien so gerade erholen können, da drohte schon wieder neues Ungemach. Steigende Energiepreise, steigende Lohn- und Gehaltskosten, steigende Baukosten und anderes mehr setzen den Bilanzen der Krankenhäuser enorm zu und sorgen für echte finanzielle Schwierigkeiten.

Dass die Krankenhäuser auch in Belgien kaum Gewinne generieren, ist hinlänglich bekannt. Dies ist unter anderem an den Zahlen des vergangenen Jahres zu erkennen. 2021 haben alle 86 allgemeinen Krankenhäuser in Belgien zusammen einen Gewinn von knapp 127 Mio. € erziehen können - erschreckend wenig, wenn man bedenkt, dass hier gleichzeitig ein Umsatz von 17 Mia. € vorlag.

Jetzt, wo die finanziellen Rahmenbedingungen durch die oben genannten Kostensteigerungen größer werden, kann es den Krankenhäusern nur schlechter gehen. Belfius geht von deutlichen Verlusten aus.

In der ersten Jahreshälfte 2022 soll der Krankenhaussektor 135 Mio. € weniger Unternehmensgewinn generiert haben, als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Bank erwartet denn auch am Jahresende ein allgemeines „defizitäres Betriebsresultat“ und geht von einem Gesamtverlust von bis zu 270 Mio. € aus.

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