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Inland
Politik

Belgien wird bei der Fußball-WM in Katar nur durch Außenministerin Lahbib vertreten

Weder König Philippe, noch Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) werden zur umstrittenen Fußball-WM nach Katar fahren. Belgien wird dort nur durch Bundesaußenministerin Hadja Lahbib (PS, Foto) vertreten. Dies hat die belgische Bundesregierung schweren Herzens aufgrund der Umwelt- und Menschenrechtslage im Gastgeberland Katar entschieden. 

Andreas Kockartz
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Außenministerin Lahbib argumentierte, dass sich „Belgien auf internationaler Ebene isoliert“, denn andere wichtige europäische Länder würden hochrangige Vertretungen nach Katar entsenden. Lahbib sagte letzte Woche, dass sie dort nicht nur für die „Roten Teufel“ applaudieren werde, sondern, dass sie dort auch deutliche Botschaften bezüglich der Arbeitsumstände und der Menschenrechte in dem Wüstenstaat übermittele.

Inzwischen haben sich die „Roten Teufel“ auf den Weg nach Katar gemacht, um sich auf die WM vorzubereiten. Das geschieht zunächst in Kuweit bei einem Trainingslager, bei dem sich die Spieler an die große Hitze gewöhnen sollen. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Belgien, die VRT in niederländischer und die RTBF in französischer Sprache, berichten breitgefächert über die Weltmeisterschaft und richteten Livestudios dazu ein. Die VRT sendet z.B. aus dem historischen Winterzirkus in Gent. 

Kaum Interesse? Keine Großbildschirme und kein "Fandorf"

Doch mehr und mehr Städte nehmen Abstand von der WM. In großen Städten wie Antwerpen, Brüssel, Gent, Mechelen oder Lüttich wird es keine Übertragungen der Spiele der belgischen Mannschaft über Großbildschirme im öffentlichen Raum geben, was auch in zahlreichen kleineren Städten und Ortschaften der Fall ist.

Am Mittwoch gab zudem der belgische Fußballverband KBVB bekannt, dass er das offizielle „Fandorf - The Desert“, dass in Vilvoorde in Flämisch-Brabant bei Brüssel absagen wird. Eine Woche vor dem Anpfiff des ersten Spiels der „Roten Teufel“ sei die Nachfrage nach Eintrittskarten zu gering, um das „Fandorf“ zu betreiben, hieß es dazu. 

So hätte das "Fandorf - The Desert" aussehen sollen

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