Kurz vor dem Beginn des Te Deum zu Ehren des Königs in der Kathedrale St. Michael und St. Gudula in Brüssel haben Hunderte Polizeibeamte lautstark protestiert und mehr Respekt für die Polizei gefordert. Auf der Feier sind auch Vertreter der belgischen Regierung anwesend. Letzte Woche ist in der Nähe des Brüsseler Nordbahnhofs ein Polizeibeamter erstochen und ein weiterer verletzt worden.
Polizeiprotest vor Beginn der Feierlichkeiten zum Königstag in Brüssel
Am 15. November wird traditionell das Fest zu Ehren des Königs gefeiert. In der Kathedrale St. Michael und St. Gudula in Brüssel wird das Te Deum gesungen. Anwesend sind alle Mitglieder der Königsfamilie, außer König Filip selbst: König Albert II., Königin Paola, Prinzessin Astrid, Prinz Lorenz, Prinz Laurent und Prinzessin Claire sind in die Kathedrale gekommen, ebenso wie eine Reihe von Ministern.
Kurz vor Beginn der Feier protestierten die anwesenden Polizeibeamten gegen die belgische Vivaldi-Regierung. "Vivaldi = kein Respekt vor der Polizei" und "Vivaldi = unzuverlässig" war auf den Protestschildern zu lesen. Die Demonstration findet statt, nachdem letzte Woche ein Polizist erstochen und ein weiterer verletzt wurde.
Seit dem Anschlag auf zwei Polizisten in Schaerbeek haben die Gewerkschaften das Vertrauen in Justizminister Vincent Van Quickenborne (flämische Liberale, Open VLD) und damit auch in die Regierung von Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) verloren.
Als die Mitglieder der königlichen Familie eintrafen, gab es Beifall von den Polizeigewerkschaften. Als Prinz Laurent sich oben auf der Treppe kurz umdrehte, riefen sie begeistert "Laurent".

