Dieses Jahr sind in Belgien bereits 60 Menschen nach einer CO-Vergiftung gestorben. Das belgische Anti-Gift-Zentrum legt hier einen Link zur Energiekrise. In vielen Haushalten wird um Kosten zu sparen, zu Heizmitteln in Innenräumen gegriffen, die für gefährlich hohe Kohlenmonoxyd-Konzentrationen sorgen.
Doppelt so viele Tote durch CO-Vergiftung in Belgien als letztes Jahr
Schon jetzt sind in Belgien 60 Menschen an einer Kohlenmonoxyd-Vergiftung gestorben. Im gesamten vergangenen Jahr starben in unserem Land etwa 30 Personen an einer solchen Vergiftung und laut Anti-Gift-Zentrum ist dies der „normale“ Wert eines Jahres.
Offenbar sorgen die Energiekrise und die steigenden Preise für Gas, Öl und Strom dafür, dass das Risiko einer CO-Vergiftung steigt. Die Leute suchen nach billigen Alternativen, um zu heizen. Sie nutzen Heizkörper mit offener Gasflamme oder Ölbrenner und oft werden offene Kamine wieder genutzt, die seit Jahren nicht mehr angeheizt wurden und bei denen der Schornsteinfeger schon lange nicht mehr nachgeschaut hat, wie beim Anti-Gift-Zentrum dazu verlautet.
Dies seien Vorgänge, die geradezu nach Problemen rufen würden. Inzwischen hat sich Vize-Premier- und Ministerin für den öffentlichen Dienst dem Problem angenommen und ruft dazu auf, bei entsprechenden Problemen schnell die Notrufnummer des belgischen Anti-Gift-Zentrums zu wählen: 070-245 245.
Kohlenmonoxyd ist ein geschmack- und geruchloses Gas, das freikommt, wenn z.B. Erdgas nicht vollständig verbrennt. In den Meisten Fällen kommt dies durch nicht gut funktionierende Gasboiler vor, doch auch offenes Kaminfeuer oder Heizungen mit offenen Gas- oder Ölflammen sind bei schlechter oder ausbleibender Lüftung von so geheizten Räumen eine CO-Gefahrenquelle.
