Zum Hauptinhalt springen
Archivfoto
Inland
Wirtschaft

Polizei und Sozialinspektion: LKW-Kontrollen auf Autobahn-Rastplätzen in Ostflandern

An einigen Autobahn-Rastplätzen in der Provinz Ostflandern sind an diesem Wochenende zahlreiche Lastwagen und deren Fahrer von der Polizei und der Sozialinspektion kontrolliert worden. Dabei kam einmal mehr zutage, dass viele ausländische Fahrer unterbezahlt sind und dass sie viel zu lange Lenk- und Arbeitszeiten haben. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Kontrolleure der Sozialinspektion sowie die Polizei kontrollierte in erster Linie die Arbeits- und Lebensumstände der zahlreichen LKW-Fahrer, die am Wochenende in Ostflandern an den Raststätten Pause machten. Normalerweise dürfen Trucker nicht länger als 45 Stunden in ihren Fahrzeugkabinen bleiben.

Doch viele der Trucker, vor allem ausländische LKW-Fahrer und dabei wiederum viele Osteuropäer, sind viel länger im Führerhaus und leben teilweise sogar in ihren Lastwagen. Sie werden von den Unternehmen, für die sie fahren, geradezu dazu gezwungen.

Bei einem rumänischen Lastwagenfahrer stellte die Sozialinspektion fest, dass er nur etwa 450 € pro Monat verdient und ein anderer Trucker war seit 45 Tagen nicht mehr zuhause bei seiner Familie gewesen.

Ausländische Fahrer, die in unserem Land unterwegs sind, müssen laut EU-Gesetzgebung den gleichen Mindestlohn bekommen, der belgischen Fahrern von belgischen Unternehmern gezahlt wird, doch das passiert sehr oft nicht.

Kurz vor dem Sommer wurde eine ähnliche Kontrollaktion durchgeführt. Dabei waren 2 von 3 Fahrer bei Übertretungen der Fahr- und Lenkzeiten erwischt worden, als die Tachoscheiben überprüft wurden. Dieses Mal, so die Polizei, wird es wohl nicht viel anders sein. Diese Form von Sozialdumping ist offenbar nur sehr schwer zu bekämpfen.  

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5