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Inland
Justiz

Polizei und Justiz finden kaum noch Übersetzer für die Sprachen Französisch, Englisch und Deutsch

Polizei und Staatsanwaltschaft in Belgien haben große Probleme damit, Übersetzer und Dolmetscher zu finden. Das ist sowohl der Fall bei Übersetzern bei Gerichtsverfahren, als auch bei polizeilichen Verhören. Dabei geht es nicht nur um exotische Sprachen, sondern auch um Englisch und um Landessprachen, wie Deutsch und Französisch, wie die flämischen Tageszeitungen De Standaard und Het Nieuwsblad in ihren Samstagsausgaben melden. 

Andreas Kockartz Belga
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Die Antwerpener Staatsanwaltschaft schickte in diesem Zusammenhang noch im vergangenen Monat der Berufsvereinigung der Gerichtsdolmetscher einen „bösen Brief“. Die Polizeizonen in Antwerpen stellen immer häufiger fest, dass es problematisch wird, Übersetzer für Verhöre von Verdächtigen zu finden.

„Es handelt sich dann nicht um wenig vorkommende Sprachen, sondern um bekannte Sprachen, wie Französisch oder Englisch“, so das Schreiben, in dem es weiter heißt: „Dabei vernehmen wir, dass man Übersetzer findet, doch dass diese nicht dazu geneigt sind, zu kommen.“

Bei der Berufsvereinigung der vereidigten Übersetzer (BBVT) reagiert man darauf ebenfalls mit Kritik. „Das ist eine Frage von Geld. Viele unserer Mitglieder arbeiten wegen der niedrigen Bezahlung nur noch nebenbei als Gerichtsübersetzer. Sie haben sich notgedrungen einen anderen Job gesucht, weil die Arbeit für die Justiz nur wenig Einkommen generiert“, sagte Henri Boghe von der BBVT dazu.

Der Übersetzer- und Dolmetscherverband schlug im Oktober dazu Bundesjustizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD) vor, die Stundentarife für die Gerichtsübersetzer anzuheben und um jedem Übersetzer grundsätzlich die Gebühr für 3 Stunden zu bieten. Doch dies lehnte das Kabinett des Ministers ab, so Henri Boghe dazu: „Dies sei im heutigen wirtschaftlichen Kontext nicht zu machen.“  

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