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Flandern: Akuter Personalmangel bei Lehrern und im Bereich Kinderbetreuung

Der Lehrermangel an den Schulen im belgischen Bundesland Flandern bleibt hoch und auch bei der Kleinkindbetreuung müssen die Einrichtungen mit deutlich weniger Personal auskommen. Das flämische Arbeitsamt meldet vor allem viele offene Stellen in den Kindergärten sowie im Grundschulwesen und Sekundarunterricht.

Andreas Kockartz
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Das flämische Arbeitsamt VDAB meldete für Oktober z.B. 1341 Stellengesuche für Lehrkräfte im Sekundarschulwesen. Das waren zwar deutlich weniger offene Stellen, als beim Höhepunkt des Problems im Juli (2.429 Stellenangebote), doch das Problem bleibt akut und lässt sich bei allen Schulträgern spüren.

Im Bereich Kindergarten und Grundschulen zeigt sich keine Entspannung, im Gegenteil. Hier meldete das Landesarbeitsamt im Oktober 992 Stellenangebote. Das Verhältnis offene Stellen und Stellengesuche stimmt in Flandern nicht mehr überein, denn es suchen weniger Interessierte in diesem Bereich einen neuen Arbeitsplatz, als Schulen brauchen. 

Personalmangel in der Kleinkindbetreuung

Ähnlich sieht es derzeit im Bereich der Kleinkindbetreuung in Flandern und in der Brüsseler Hauptstadt-Region aus. Hier müssen mindestens 115 Kinderkrippen ihre Arbeitsweise aufgrund von Personalmangel anpassen. Einige Krippen führen notgedrungen einen Ruhetag pro Woche ein.

Das bedeutet, dass vor allem die berufstätigen Eltern kreativ werden müssen, um eine Betreuung ihrer Kinder an diesen Ruhetagen zu finden. Insgesamt werden in Flandern und im niederländischsprachigen Bereich in Brüssel rund 6.000 Kinderkrippen betrieben. Es ist davon auszugehen, dass wesentlich mehr dieser Einrichtung mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben, da die Betreiber nicht dazu verpflichtet sind, anzugeben, ob und wann sie ihre Dienstleistung anpassen (müssen). 

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