Die Provinz Flämisch-Brabant hat offenbar eine Lösung für das Problem der Transitmigranten gefunden, die an Raststätten versuchen, sich in Lastwagen einzuschleichen, um versteckt nach Großbritannien zu gelangen. Private Sicherheitsunternehmen, Zäune und Kameraüberwachung sorgten dafür, dass die Zahl der erwischten Transitmigranten hier deutlich nach unten gehen konnte.
Die Provinz Flämisch-Brabant kann die Zahl der Transitmigranten senken
Letztes Jahr wurden alleine auf den Autobahnen und Raststätten auf Ebene der Provinz Flämisch-Brabant 357 Transitmigranten, die über Belgien versuchten, illegal an Bord von Lastwagen auf die britischen Inseln zu gelangen, festgenommen. Dieses Jahr sind dies bisher nur 83 Aufgegriffene.
„Unsere Herangehensweise hat also einen positiven Effekt, doch die Problematik bleibt aktuell“, so Jan Spooren, der Gouverneur der Provinz Flämisch-Brabant. Die Parkplätze zu schließen sei keine Option gewesen, so der Gouverneur: „Damit würde man das Problem lediglich auf andere Rastplätze abschieben. Und es war zu befürchten, dass die Lastwagen andere Parkplätze suchen, z.B. in den Dörfern. Auch wirtschaftlich gesehen, ist das nicht möglich.“
Krieg in der Ukraine
Doch ob die multidisziplinäre Herangehensweise von Polizei, Staatsanwaltschaft, Ausländeramt und der flämischen Landesagentur für Straßen und Verkehr wirklich einen Effekt auf die Wege gehabt hat, die sich die Transitmigranten suchen, sei dahingestellt.
Dessen ist sich auch der Provinzgouverneur bewusst: „Möglicherweise hat auch der Krieg in der Ukraine damit zu tun. Dadurch ist die Migrationskette unterbrochen, doch sicher sind wir da nicht.“ Man könne zwar davon ausgehen, dass auch die eigene Vorgehensweise dabei geholfen haben könnte, das Problem im Ansatz zu lösen, so Spooren, doch „die Parkplätze haben weiter ihre Anziehungskraft. Wir müssen also unablässig so weitermachen.“
Hilfe vom Land
Die Provinz zählt dabei auch auf das Land und Landesverkehrsministerin Lydia Peeters (Open VLD) bestätigte, dass die Verträge mit den privaten Sicherheitsunternehmen, die die Raststätten an den Autobahnen in Flämisch-Brabant bewachen, verlängert wurden. Das Land investiert auch weiter in die entsprechende Infrastruktur. Der Rastplatz Groot-Bijgaarden bekommt zusätzliche Kameras zur Überwachung und an den LKW-Parkplätzen von Peutie, Everberg, Heverlee und Walshoutem werden Zäune zur Sicherung des Geländes errichtet.
