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Hausverkauf in Flandern: Ab 23. November muss Asbestzertifikat vorgelegt werden

Ab dem 23. November muss beim Hausverkauf ein Asbestzertifikat vorgelegt werden. Das Zertifikat ist nur für Immobilien erforderlich, die vor 2001 gebaut worden sind. Asbest wurde bis 2001 in allen Arten von Baumaterialien verwendet, ist aber lebensbedrohlich, da es krebserregend ist. Bis 2040 muss ganz Flandern "asbestsicher" sein. 

Martina Luxen
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Die flämische Regierung will Gebäude in Flandern bis spätestens 2040 asbestsicher machen. Daher sollen alle Asbestvorkommen in Gebäuden und Wohnungen mit dem Zertifikat so schnell wie möglicht erfasst werden und dem Eigentümer zeigen, wo die Gesundheitsrisiken von Asbest liegen. 

Das Asbestzertifikat ist nur für Gebäude vorgeschrieben, die vor 2001 gebaut wurden. Warum? Seit dem Jahr 2000 ist die Verwendung von asbesthaltigen Materialien in Gebäuden verboten. Für neuere Häuser ist also kein Asbestzertifikat erforderlich, weil dort ohnehin kein Asbest vorhanden ist.  

Auch Vermieter brauchen ein Asbestzertifikat

Ab dem 23. November 2022 wird ein Asbestzertifikat verpflichtet für alle Gebäude aus der Zeit vor 2001, die den Besitzer wechseln. Dies gilt also im Falle eines Verkaufs, aber auch im Falle einer Schenkung. Sie kann auch im Falle einer Eheschließung erforderlich sein, wenn einer der Partner Miteigentümer wird. 

 Bis spätestens 31. Dezember 2031 muss jede Immobilie in Flandern, die vor 2001 gebaut wurde, ihr Zertifikat erhalten haben. Auch Vermieter müssen bis zu diesem Datum für jede vermietete Immobilie einen solchen Nachweis erbringen. Sobald sie die Bescheinigung haben, müssen sie den (neuen) Mietern eine Kopie aushändigen.  

Kostenpunkt: ab 500 Euro

Ein Asbestzertifikat muss von einem anerkannten Unternehmen ausgestellt werden. Der Asbestexperte führt eine Untersuchung durch, um herauszufinden, ob Materialien vorhanden sind, die ein Risiko darstellen könnten. Die Untersuchung beschränkt sich hauptsächlich auf eine visuelle Prüfung. Der Sachverständige wird Proben von bestimmten Oberflächen nehmen.   

Die Ausstellung eines Asbestzertifikats kostet etwa 500 bis 600 Euro. Sie kann auch teurer sein. Wenn zusätzliche Proben entnommen werden müssen oder ein Hubsteiger für die Inspektion des Daches benötigt wird. Dann kann die Rechnung leicht 1.000 Euro oder mehr betragen.  

Das Asbestzertifikat gibt an, welche Materialien im Gebäude Asbest enthalten und wie man als Eigentümer das Gebäude asbestsicher machen kann. Das Dokument enthält nur Informationen über die sichtbaren Teile des Gebäudes.  

Dennoch gestattet das Zertifikat dem Käufer einen allgemeinen Einblick in die Risiken. In der Regel bleibt die Bescheinigung 10 Jahre lang gültig, im Falle eines unsicheren Zustands ist seine Gültigkeit jedoch auf 5 Jahre begrenzt. 

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