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Seit dieser Woche: Weniger Trams auf wichtigen Linien in Antwerpen

In Antwerpen fahren seit Montag weniger häufig Straßenbahnen auf wichtigen Linien. Der Grund dafür ist akuter Personalmangel beim Fahrpersonal der flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn. Der Fahrgastverband ZugTramBus beschwert sich darüber und hält dies für unakzeptabel. Hier befürchtet man, dass viele potentielle Pendler wieder auf das Auto umsteigen werden. 

Andreas Kockartz
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Insgesamt sechs Linien, die durch die Antwerpener Innenstadt führen, sind betroffen. Auf den Tramlinien 1, 4, 7, 8 und 24 fahren die Straßenbahnen zu den eher verkehrsarmen Tageszeiten nur noch jede Viertelstunde und während den Stoßzeiten nur noch alle 12 Minuten, statt wie bisher alle 8 Minuten.

Auf der Tramlinie 6 werden nur noch Bahnen alle 12 Minuten in den Tagesrandlagen und alle 10 Minuten während den Stoßzeiten unterwegs sein. Hinzu kommt noch, dass die Tram 11 von Berchem aus durch Bauarbeiten eine Zeit lang nur noch bis zum Antwerpener Zentralbahnhof fahren kann und nicht bis zum Melkmarkt in der Altstadt.

Die flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn führt an, dass sie damit die Zuverlässigkeit ihrer Dienstleistung erhöhen möchte. De Lijn kämpft nicht erst seit gestern mit einem Mangel an Tramfahrern. Noch vor dem Sommer wurden massiv Fahrer angeworben, doch deren Ausbildung dauert lange, denn sie betrifft auch und gerade wichtige Aspekte in der Verkehrssicherheit.

So erreicht man genau das Gegenteil. Man ermutigt die Leute wieder dazu, mit dem Auto zu fahren. Das kann doch nicht das Ziel sein.“

Stefan Stynen, Fahrgastverband ZugTramBus

Stefan Stynen von ZugTramBus kritisiert in diesem Zusammenhang gegenüber VRT NWS auch die flämische Landesregierung, denn De Lijn ist eine regionale Nahverkehrsgesellschaft, also ein Unternehmen der öffentlichen Hand: „Die flämische Regierung sagt immer, dass sie die ‚Modal Shift‘ will (den Umstieg vom Auto auf Busse und Bahnen, Red.), doch in dem Trams abgeschafft werden, sind die, die noch fahren, vollbesetzt und zum Umsteigen braucht man auch mehr Zeit.“

„So“, so Stynen weiter, „erreicht man genau das Gegenteil. Man ermutigt die Leute wieder dazu, mit dem Auto zu fahren. Das kann doch nicht das Ziel sein.“

Entsprechend sauer sind auch die Pendler in Antwerpen. Es ist kaum noch möglich, mit dem Auto ins Stadtzentrum zu fahren, denn die Innenstadt ist weiträumig zu einer Umweltzone erklärt worden. „Dann muss man aber auch die nötige Alternative anbieten, doch sie bieten keinen Ersatz an, zitiert VRT NWS Betroffene am Montagmorgen, die im Berufsverkehr lange auf ihre Tram warten mussten und die dann wie in Sardinendosen gezwängt zur Arbeit fahren mussten… 

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