In dieser Woche ziehen die ersten Häftlinge in das neue Gefängnis von Haren in Brüssel ein. Dieses neue Gefängnis ersetzt die veralteten Brüsseler Haftanstalten von Vorst und Berkendael. Berkendael ist ebenfalls in Vorst, doch hier sitzen Frauen. Im Gefängnis von Vorst selbst sind nur Männer inhaftiert.
78 Frauen werden an diesem Montag (7. November) und am Dienstag von Berkendael nach Haren verlegt. Dabei handelt es sich zum einen um Frauen, die als Verdächtige gelten und die in Untersuchungshaft sind, sowie um zu Haftstrafen verurteilte Frauen. Nächste Woche folgen 134 Männer, die bisher in Vorst ihre Haftstrafe verbüßen.
Danach werden die Gefängnisse von Berkendael und Vorst definitiv geschlossen. Vor allem die Haftanstalt von Vorst ist völlig veraltet und kann den heutigen Ansprüchen an eine solche Einrichtung schon lange nicht mehr entsprechen. Im Gegenteil: Die Zustände hier waren in den letzten Jahren sehr bedenklich.
Das dritte Gefängnis in Brüssel, die Haftanstalt von Sint-Gillies, bleibt aber noch bestehen und ist vorläufig noch nötig, um die Überbelegung in den belgischen Strafvollzugseinrichtungen in den Griff zu bekommen.
Doch auch hier wird sich in absehbarer Zeit einiges ändern. In Sint-Gillies sollen auf Dauer nur Untersuchungshäftlinge und internierte Personen untergebracht werden. Mittelfristig sollen auch die „normalen“ verurteilten Häftlinge von hier aus nach Haren umziehen. In dieser neuen Haftanstalt ist Platz für insgesamt 1.190 Häftlinge - Frauen und Männer.
