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Inland
Wirtschaft

Probleme bei Tupperware in Aalst: Ist die Party gelaufen?

Die Beschäftigten der Fabrik von Tupperware in Aalst in Ostflandern haben ab Dienstagabend die Arbeit niedergelegt. Sie befürchteten, dass ihr Arbeitgeber Konkurs anmelden muss und forderten Deutlichkeit. Dem weltbekannten amerikanischen Hersteller von Haushaltegegenständen aus Plastik geht es schlecht.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Dem US-Unternehmen Tupperware, nicht zuletzt weltbekannt wegen der gleichnamigen Verkaufspartys, geht es derzeit nicht mehr gut. Die Nachfrage und die Absatzzahlen sinken und die Marke hat Schulden. Das wissen inzwischen auch die Mitarbeiter im Werk im ostflämischen Aalst. Hier sind rund 260 Personen beschäftigt von denen einige bereits seit geraumer Zeit in Kurzarbeit geschickt worden sind.

Am Dienstag erreichten die Beschäftigten dann die erneut schlechten Quartalszahlen aus dem amerikanischen Mutterhaus. Daraufhin legten sie die Arbeit nieder und forderten von ihrer lokalen Direktion Deutlichkeit und Erklärungen. Hier gab es vom Management her erstmal beruhigende Informationen und am Mittwoch wurde die Arbeit wie gewohnt wieder aufgenommen. 

Droht ein Konkurs?

Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Unternehmen Tupperware ein sehr schlechtes Jahr 2022 erlebt. Anhaltende Corona-Lockdowns in China machen die berühmten und lukrativen Verkaufspartys dort unmöglich und in Europa sinken die Absätze aufgrund der steigenden Inflation.

Bei den Banken und an der Börse geht man davon aus, dass sich Tupperware am Rande der Pleite befindet, schreibt das flämische Wirtschaftsblatt De Tijd dazu und am Mittwoch verlor das Unternehmen an der Wall Street rund 40 %. Die Zahlen sind knallhart: Zwischen Januar und September lag der Umsatz mit 991 Mio. Dollar 18 % unter dem Ergebnis im gleichen Vorjahreszeitraum und der Unternehmensgewinn sank von 206 Mio. auf 58 Mio. Dollar. 

Kaum noch Partys in Belgien

Die Banken verlangen von Tupperware inzwischen, dass sich das gleichzeitig hochverschuldete Unternehmen an einen Schuldengrad von 4,25 halten muss.

Dutzende Tupperware-Verkäufer und Verkäuferinnen in Belgien z.B. stellen fest, dass die Absatzzahlen sinken, seit die Preise für die Plastikartikel steigen und viele Partys finden derzeit eher online als bei den Leuten zuhause statt (Foto unten). Ist die Party bald gelaufen? 

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