Der Korpschef der Brüsseler Polizei hat interne Ermittlungen gegen einen seiner Beamten anberaumt. Dieser soll im Nebenjob als Gigolo arbeiten. Dies melden die Zeitungen des frankophonen Sudpresse-Verlags und Het Laatste Nieuws am Donnerstag. Journalisten dieser Medien hatten sich bei dem Polizisten als mögliche Kunden gemeldet und so den Fall ins Rollen gebracht.
Heißer Nebenjob: Ermittlungen gegen Brüsseler Polizisten, der auch als Gigolo arbeitet
Über eine entsprechende Webseite konnte man einen „Maxime“ für 200 € die Stunde buchen, um gemeinsam Schäferstündchen zu verbringen oder auch bei Trios mit Ehepaaren etwas Abwechslung zu bieten. „Maxime“, ein gestandener muskulöser Mann mit Tattoo auf der Brust glich allerdings ziemlich präzise einem Brüsseler Polizisten.
Inzwischen war der Brüsseler Korpschef von der Sache unterrichtet worden und ordnete eine interne Untersuchung an. Laut den Medien, die den Fall ans Tageslicht brachten, habe sich der Polizist regelmäßig krank gemeldet, um offensichtlich als Sexarbeiter tätig zu sein.
An sich ist es auch Polizisten in Belgien nicht verboten, sich mit Nebenjobs etwas hinzuzuverdienen. Doch man muss sich dabei an die Neutralität und an die Deontologie der Polizei halten und man muss seinen Arbeitgeber über seine Nebentätigkeiten informieren. Dieser muss der Tätigkeit zudem zustimmen.
Als Sexarbeiter aktiv zu sein, ist zumindest problematisch und wenn der Betroffene seinen Nebenjob zudem ausübt, während er eigentlich arbeiten sollte und lediglich krankgeschrieben ist, wird die Sache arbeitsrechtlich wirklich heikel. Inzwischen ist das Sexprofil „Maxime“ übrigens offline…
