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Inland
Politik

Wieder protestieren die Bauern in Flandern gegen den neuen Gülleplan

An diesem Mittwoch (2. November) protestieren flämische Landwirte in Brügge, in Herentals und in Hasselt gegen den neuen Gülleplan der Landesregierung. Diese will die Nutzung von CO2-schädlichen Stoffen in der Landwirtschaft weitere einschränken, um das Grundwasser zu schützen und um den Schadstoffgehalt in den Wasserläufen weiter zurückzudrängen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

In Herentals in der Provinz Flämisch-Brabant kamen am Mittwoch 100 bis 200 Traktoren zusammen, die sich zum Sitz der Flämischen Landgesellschaft begaben, wie unsere Videobilder zeigen.

Hier hat auch die sogenannte „Güllebank“ ihren Sitze, die über die Einhaltung der Normen wacht. Hier müssen die Landwirte angeben, wie hoch ihr Viehbestand ist, wie viel Gülle sie produzieren und wie viel davon sie auf die Felder sprühen. Die „Güllebank“ berechnet damit und auch mit Messungen vor Ort, wie hoch dadurch die Belastung für das Grundwasser und für die Wasserläufe ist.

Jetzt, mit dem insgesamt 7. Gülleplan der flämischen Landesregierung, befürchten die Landwirte, dass die Normen noch weiter verschärft werden. Sie werfen Landesumweltministerin Zuhal Demir (N-VA) vor, dass es dazu keine Beratungen mit dem Sektor gegeben habe. Dazu muss man wissen, dass die flämische Wirtschaftszeitung erste Daten aus dem Entwurf dieses 7. Gülleplans bereits veröffentlichen konnte.

Die Landwirte befürchten, dass im Falle dieses neuen Plans viele Existenzen vernichtet werden. Nicht selten heißt es hierzu, dass der neue Gülleplan den „Todesstoß für die Landwirtschaft in Flandern ist.“ 

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