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Inland
Wirtschaft

Unilin legt aus Energiespargründen ein Werk in Flandern drei Wochen lang still

Unilin legt während drei Wochen das Werk in Wilsbeke in Westflandern still. Jetzt, während der Herbstferien, und in den Weihnachtsferien wird dort kein Laminat produziert. Das Unternehmen reagiert damit auf sie steigenden Energiepreise und setzt damit rund 1.000 Mitarbeiter auf Kurzarbeit.

Andreas Kockartz
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Bei Unilin in Wilsbeke wird in erster Linie Laminat für Quick Step hergestellt, doch die weiter steigenden Energiepreise lassen dem Unternehmen keine Wahl. Dort muss zeitweise die Produktion unterbrochen werden, um Energie zu sparen.

Sander Laridon von Unilin erklärte gegenüber VRT NWS, dass sich die Energieunkosten verdreifacht haben, doch das ist noch nicht alles: „Aber auch die Kosten für Rohstoffe, die mit den Energiepreisen verlinkt sind, sind gestiegen. Der Preis für Holz ist ebenfalls um das Dreifache gestiegen und auch der Preis für chemische Rohstoffe, wie Ammoniak, Melamin und für Kohlensäurediamid (Harnstoffe (Red.)) steigt weiter.“

Doch nicht nur die steigenden Preise für Energie und Rohstoffe bereiten Unilin Probleme, sondern auch die sinkende Nachfrage nach den hier hergestellten Produkten: „Die Nachfrage nach Laminat, Vinyl- und Parkettböden ist um 20 bis 30 % gesunken. Die hohen Energierechnungen sorgen dafür, dass sich die Leute auf das strikt Notwendige beschränken. Eine neuer Bodenbelag oder eine Renovierung des Badezimmers gehören leider nicht dazu.“

Unilin will das System der Kurzarbeit für die rund 1.000 Mitarbeiter des Werks in Wilsbeke so effizient wie möglich anwenden: „Wir wollen die Perioden ohne Produktion in Zeiträumen einplanen, in denen das für die Arbeitnehmer auch einen echten Sinn hat und das ist während den Ferien. Wir können dann das Licht ganz ausmachen und viel Energie sparen.“ 

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