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Inland
Wirtschaft

Überkonsum? Einige Ladenketten in Belgien machen nicht mehr beim "Black Friday" mit

Die in Belgien aktiven Ladenketten Dille & Kamille und Xandres werden dieses Jahr am sogenannten „Black Friday“, dem „Hochamt des Konsums“ ihre Filialen geschlossen halten. Der „Black Friday“ mit seinen teilweise extrem günstigen Angeboten findet am 25. November statt. Beide Gruppen geben an, dass sie ihre Kunden damit einmal über ihr Konsumverhalten nachdenken lassen wollen.

Andreas Kockartz
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Viele Geschäfte bieten am „Black Friday“, ein Ausverkaufstag, der aus den USA hierhergekommen ist, oder an den Tagen um dieses Datum herum, enorme Rabatte und Preisnachlässe, doch inzwischen äußern sich immer mehr Ketten, Läden und Marken gegen diesen teilweise extremen Konsumtag.

Beispiele dafür sind in Belgien dieses Jahr z.B. die niederländische Kette Dille & Kamille, die Hausrat, Küchen- und Gartenbedarf anbietet. Am 25. November bleiben die Filialen von Dille & Kamille in unserem Land geschlossen. Hans Geels von Dille & Kamille sagte gegenüber dem VRT-Verbrauchermagazin bei Radio 2, „Der Inspektor“, dass man stattdessen Bäume pflanzen wolle, was das Unternehmen dann „Green Friday“ nennt.

Geels sagte weiter: „Wir bestehen seit 1974 als Antwort auf die aufkommende Wegwerfgesellschaft. Es geht uns nicht sosehr um die Rabatte, doch das ist ein Tag von mehr, mehr, mehr und haben, haben, haben…“ Die DNA seines Unternehmens liege im vernünftigen Konsum, so Geels: „Es erschien uns der beste Tag zu sein, um daran zu erinnern, auch wenn dies kommerziell ein sehr guter Tag ist.“ 

Respektlose Dumpingpreise?

Beim belgischen Modeunternehmen Xandres denkt man ähnlich und wird seine Filialen am „Black Friday“ ebenfalls nicht öffnen. Hier bleibt sogar der Webshop am 25. November dicht, wie Nachhaltigkeitsmanagerin Jasmien Wynants dazu gegenüber VRT NWS sagte: „Wir sollten und nicht als heiliger als der Papst aufführen, denn wir wollen auch verkaufen, doch das Tempo und die Menge, in der wir als Modeindustrie gelandet sind, müssen wir nicht OK finden. ‚Black Friday‘ ist eine Art 'Hochamt des Überkonsums', bei der wir uns massiv von Schnäppchen locken lassen. Wir kaufen Sachen, die wir nicht brauchen und die wir nur kurz tragen und dann wieder wegwerfen. So sind wir in der Wegwerfkultur gelandet. Besonders was Kleidung betrifft, begreifen wir nicht wirklich, wieviel Zeit und Rohstoffe damit verbunden sind und damit verlieren wir den Respekt davor, in dem wir darauf Dumpingpreise kleben…“ 

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