Die regionale Brüsseler Mobilitätsministerin Elke Van den Brandt (Groen) will eine bessere Regelung zur Nutzung von elektrischen Mietsteps und Mieträdern erreichen. Nach ihrer Nutzung liegen diese zu oft irgendwo rum, wo sie z.B. Fußgänger oder Radfahrer stören und wo sie für ein unordentliches Bild in der Stadt sorgen.
Brüssel greift gegen Mieträder und Mietroller ein, die in der Hauptstadt "rumstehen" oder "rumliegen"
Steps und Fahrräder, die in Brüssel elektronisch gemietet und genutzt werden können, bleiben oft dort stehen oder liegen, wo sie ihre Nutzer nach Gebrauch zurücklassen. Das sorgt in der belgischen Hauptstadt nicht selten für unschöne Bilder und für Probleme für andere Verkehrsteilnehmer, vor allem für Fußgänger und Radfahrer.
Jetzt will Mobilitätsministerin Van den Brandt dagegen vorgehen. Die niederländischsprachige Brüsseler Grüne nimmt dazu die Unternehmen, die solche Mieträder oder -roller betreiben. Diese sollen sich an bestimmte Vorschriften halten. Dies beinhaltet z.B. dass die Zahl der zu vermietenden „free float“-Mietfahrzeuge eingeschränkt werden soll.
Tausende Räder und Roller
Aktuell sind alleine in der Brüsseler Hauptstadt-Region 23.500 Mietsteps gemeldet, mit denen bis zu 60.000 Fahren täglich absolviert werden. Doch dort, wo sie abgestellt werden, sind sie nicht selten ein Ärgernis. Insgesamt 8 Unternehmen sind hier aktiv. Sie betreiben auch 3.600 Mieträder und 170 elektrisch betriebene Motorroller, die ebenfalls vermietet werden.
Eingeschränktes Angebot?
Jetzt soll die Zahl dieser Mietfahrzeuge bei den jeweiligen Unternehmen eingeschränkt werden. Den beiden am besten am Markt platzierten Unternehmen sollen jeweils 5.000 Steps oder Räder zugestanden werden und den darauf folgenden beiden Firmen jeweils 1.500 Fahrzeuge. Die anderen Firmen sollen dann nur noch einige Hundert Roller oder Räder in Brüssel vermieten dürfen.
Hinzu kommt noch, dass alle zugelassenen Mieträder und -steps elektronisch erfassbar werden müssen. Alle ihre Daten sollen an das regionale Brüsseler „Mobility as a Service“-Projekt weitergeleitet werden. Die Pläne der Ministerin müssen noch der Regionalregierung vorgelegt werden und brauchen deren Zustimmung.
Sind „Drop-Zonen“ eine praktikable Lösung?
Inzwischen planen einige Brüsseler Gemeinden sogenannte „Drop-Zonen“ in oder an denen Mieträder oder -roller nach Gebrauch abgestellt werden sollen.
Verboten wird nach Einführung der neuen Regelung, wenn diese denn die Zustimmung der Brüsseler Regionalregierung bekommt, das „wilde“ Abstellen auf Fußwegen, Zebrastreifen, Radwegen, Einfahrten und in Parks oder auf Spielplätzen. Untersagt ist auch solche Fahrzeuge auf den Boden zu legen.
Die Betreiber solcher Angebote sind dazu verpflichtet, ihre Kunden auf diese Bestimmungen hinzuweisen. Nicht zuletzt sollen die Betreiber auch eine Abgabe pro Fahrzeug an die Region entrichten, was dieser jährlich zusätzlich bis zu 835.000 € einbringen soll..
