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Inland

Warum man bei einer Einäscherung auch einen Sarg braucht

In Flandern schreibt das Gesetz vor, dass man sowohl bei einer Beerdigung als auch bei einer Einäscherung einen Sarg zu verwenden hat. Ist das nicht eine unnötige Ausgabe? Die Gründe für einen Sarg sind sowohl hygienischer als auch technischer und emotionaler Natur, weiß Tom Wustenberghs, Sprecher der öffentlichen Krematorien in Flandern. 

Martina Luxen
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Der Sarg ist für den sicheren Transport notwendig

"Um einen Verstorbenen auf hygienische, gesunde und sichere Weise zu transportieren, ist ein Sarg notwendig", sagt Tom Wustenberghs von den öffentlichen Krematorien in Flandern im Verbraucherschutzmagazin der VRT, De inspecteur. 

Nach dem Tod muss der Verstorbene in die Leichenhalle, das Bestattungsinstitut, das Krematorium oder die Kirche gebracht werden. Ein Sarg ist dann eine sichere Umhüllung, die den Transport unter optimalen Bedingungen ermöglicht. Man vermeidet auch unangenehme Gerüche oder die Übertragung von Infektionskrankheiten. 

Einäscherungsofen erfordert robustes Gehäuse

Einige Zuhörer des Radiomagazins für Verbraucher, De inspecteur, finden es seltsam, dass man Geld für einen Sarg ausgeben muss, der ohnehin verbrannt wird. Wustenberghs versteht das Argument, aber ein Sarg ist auch bei einer Einäscherung nützlich: "In einem Kremationsofen herrschen hohe Temperaturen. Der Körper einer verstorbenen Person wird mit einem Gerät in den Ofen geschoben, das ein stabiles Gehäuse erfordert.” 

Nicht irgendein Material

Seit einigen Jahren arbeitet die Bestattungsbranche mit einem Kremationssarg, der wesentlich günstiger ist. 

"Die Zeit, in der wir nur schwere Särge aus Massivholz einäschern, ist längst vorbei", sagt Wustenberghs. "Aber jeder Sarg, egal aus welchem Material, muss die gesetzlichen Anforderungen erfüllen, damit eine Einäscherung sicher ist.” 

Deswegen sind ein Sarg aus Karton, aus bestimmten Holzarten oder mit einer Lackierung verboten: "Es gibt jetzt Särge aus Hartpappe, die ausreichend sicher sind. Sie bestehen aus kleinen, zusammengepressten Holzfasern", sagt Wustenberghs. 

In den letzten Jahren hat die Branche auch ökologische Alternativen auftauchen sehen: “Diese Alternativen gibt es, aber sie sind deshalb nicht unbedingt billiger", sagt er. 

Und ein Leichentuch?

In Belgien ist auch ein Leichentuch erlaubt. Der Verstorbene wird in ein Tuch gewickelt und auf ein Holzbrett gelegt. "Aber auch das Leichentuch muss die gleichen Sicherheits- und Hygienestandards erfüllen, was bedeutet, dass es nicht billiger ist. Nicht jede Form von Textilien ist für eine Einäscherung geeignet.” 

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