Der Studentenrat in der Unistadt Gent plädiert dafür, beim Bau neuer großer Studentenwohnheime mindestens 80 Prozent Basiszimmer (+/- 300 Euro Miete/Monat) vorzusehen. Nur so kann der Mangel an Studentenzimmern langfristig gelöst werden. Mittlerweile steigen die Mieten für Studentenzimmer auf 800 bis 1.000 Euro. Für manche wird studieren unerschwinglich.
Zu wenig Studentenzimmer in Gent und zu teuer: Studentenrat will 80 % Basiszimmer
Den Genter Stadtbehörden zufolge fehlt es in der Universitätsstadt an 10.000 Studentenzimmern. Die Nachfrage und die Mieten sind daher sehr hoch. Eine bezahlbare Studentenbude zu finden, ist für viele junge Leute jedes Jahr eine echte Herausforderung. "Es gibt mittlerweile Mietpreise von 800 bis 1.000 Euro pro Monat. Für diesen Betrag kann man in anderen Städten ein ganzes Haus mieten", erklärt Nele Van Hoyweghen vom Studentenrat.
Die wichtigste Forderung des Studentenrats besteht darin, die Anzahl der einfachen Zimmer in neuen großen Studentenwohnheimen deutlich zu erhöhen. Ein solches Zimmer ist mindestens 12 Quadratmeter groß und mit Gemeinschaftseinrichtungen (Küche, Bad usw.) verbunden. Zurzeit müssen nur 20 Prozent der Zimmer bei neuen Bauprojekten Basiszimmer sein: "Dieser Prozentsatz sollte auf 80 Prozent erhöht werden", sagt Nele Vanhoyweghen: “Erst dann sind ausreichend qualitativ hochwertige Zimmer zu einem akzeptablen Preis vorhanden."
“Für Studierende aus Westflandern oder Limburg macht ein erschwinglicher Mietpreis für das Studentenzimmer den Unterschied zwischen Studieren und Nicht-Studieren aus. Wir schlagen heute Alarm, um zu verhindern, dass die Hochschulbildung wieder zu einer Angelegenheit der Elite wird, nur weil sich ein Teil der Bevölkerung kein Studentenzimmer mehr leisten kann", erklärt Nele Vanhoyweghen weiter.
Der Studentenrat nennt als Beispiel die Wohnheime der Universität Gent, die viele einfache Zimmer bereitstellen: "Das macht die Uni seit fast 60 Jahren und es funktioniert gut. Es ist sogar möglich, Gewinne zu erzielen.”
Ein weiterer Vorschlag des Studentenrats richtet sich an die Städte und Dörfer rund um Gent. "Auch hier sollte der Bau größerer Studentendörfer in Betracht gezogen werden, in denen viele Studenten in Wohnheimen leben können. Dies könnte eine dauerhafte Lösung sein, vor allem, wenn es gute Verbindungen zwischen dem Campus in Gent und anderen gibt", erklärt Nele Vanhoyweghen.
Der Gemeinderat prüft die weitläufige Peripherie von Gent, um den Druck auf das Stadtzentrum und den regulären Wohnungsmarkt zu verringern.
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Der Rat argumentiert, dass “mehr Zimmer auf begrenztem Raum bedeuten, dass auch mehr Menschen dort wohnen können. Die Mieten mögen niedriger sein, aber die höhere Zahl bedeutet, dass das Einkommen ebenso hoch ist.”
