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Inland
Wirtschaft

Wegen Energiekrise: Fast 800 Unternehmen haben Kurzarbeit für ihre Beschäftigten beantragt

Wegen der hohen Energiepreise machen seit Anfang Oktoberr fast 800 Unternehmen von der Kurzarbeit für ihre Beschäftigten Gebrauch. Betroffen sind mehr als 41.000 Beschäftigte. Das berichten verschiedene Zeitungen der Mediahuis-Mediengruppe.  Laut dem Landesamt für Arbeitsbeschaffung (LFA) hätten sich die Anträge in den vergangenen zwei Wochen mehr als vervierfacht. 

Radio 1 Martina Luxen
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Infolge der stark gestiegenen Energiepreise legen verschiedene Unternehmen zurzeit einen Teil ihrer Aktivitäten still. Für diese Unternehmen lohne es sich nicht, weiterzuarbeiten. Seit Anfang Oktober können sie ihre Beschäftigten in Kurzarbeit versetzen. 

Insbesondere westflämische Unternehmen nutzen zurzeit das System der zeitweiligen Arbeitslosigkeit kurzer Dauer, sagt Arbeitsökonom Stijn Baert von der Universität Gent: “In Westflandern gibt es eine Reihe von Sektoren, die ohnehin schon der ausländischen Konkurrenz ausgesetzt sind, wie z.B. die Textilindustrie. Wenn man seine Kosten nicht zu sehr erhöhen kann und der Betrieb viel Energie verbraucht, ist es logisch, dass die Kurzarbeit dort zunimmt.”  

Vorzeichen einer Rezession?

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dass die Kurzarbeit sich auch in Betrieben in anderen Provinzen durchsetze. Diese Zunahme sei das Vorzeichen einer Rezession, befürchtet Stijn Baert (Foto unten). 

Das Landesamt für Arbeitsbeschaffung weist darauf hin, dass es sich dennoch um einen bescheidenen Anstieg im Vergleich zur Kurzarbeit während der Corona-Pandemie. Damals wurden mehr als 100.000 Menschen vorübergehend arbeitslos. Dennoch ist dies nach Ansicht des Arbeitsökonomen eine beunruhigende Entwicklung. "Sie ist ein Indikator für eine mögliche Rezession. Wir sehen auch, dass die Zahlen der offenen Stellen etwas zurückgeht und dass die Arbeitslosigkeit nicht mehr abnimmt." 

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