In diesem Jahr haben stets mehr Menschen die Hilfe von Lebensmittelbanken in Anspruch genommen, um über die Runden zu kommen, so auch in Antwerpen. "Der Anstieg wird auf bis zu 20 Prozent geschätzt", sagt der für Armutsbekämpfung zuständige Stadtrat Tom Meeus (flämische Sozialdemokraten, Vooruit): "Außerdem laufen wir Gefahr, dass uns die Freiwilligen ausgehen.”
Lebensmittelbanken in Not in Antwerpen: 20 Prozent mehr Zulauf im laufenden Jahr
Binnen einem Jahr haben die Antwerpener Lebensmittelbanken einen Anstieg ihrer Kunden von rund 20 Prozent festgestellt. Das berichtet die Zeitung Gazet Van Antwerpen und wurde gegenüber der Redaktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bestätigt. Die Zahl gilt für die gesamte Provinz. "Wir haben mit dem Anstieg gerechnet", sagt der Stadtrat für Armutsbekämpfung Tom Meeus. Wir haben eine Energie- und Kaufkraftkrise. Dann gibt es eine Flüchtlingskrise. Alle müssen mit anpacken und sich gut auf die Lage vorbereiten. Genau das tun wir."
Gleichzeitig schrumpft das Angebot bei den Lebensmittelbanken. "Einerseits ist das eine gute Sache. Das bedeutet, dass unter anderem in den Supermärkten weniger Lebensmittel verschwendet werden. Wir gleichen Engpässe mit einem Budget für Lebensmittelgutscheine aus. Mit diesen Schecks können die Lebensmittelbanken Ware kaufen, die sie selbst in ihren Regalen vermissen”, sagt Meeus. Selbst ist er eher besorgt über den Mangel an Freiwilligen bei den Lebensmittelbanken. "Diese Organisationen sind von unten nach oben gewachsen. Vor der Pandemie wurde die freiwillige Arbeit von jungen Rentnern ausgeführt. Aber Corona hat diese Altersgruppe schwer beeinträchtigt. Manche freiwilligen Helfer kommen nach Corona nicht mehr zurück. Wir müssen also neue Freiwillige finden.”
“Das Tool dient nicht der Kontrolle der Organisationen und schon gar nicht der Personen, die Hilfe beantragen.”
Antwerpener Stadtrat für Armutsbekämpfung Tom Meeus (Vooruit)
Indem die Kunden der Lebensmittelbanken in Antwerpen sich in Zukunft registrieren lassen, will die Stadt den Vertrieb de Waren besser rationalisieren. “So wissen wir besser, welche Personen sich wo mit welchem Bedarf und für welche Art von Lebensmitteln anmelden. Auf diese Weise ist auch die Verteilung von frischen Lebensmitteln leichter zu überwachen. Wir können uns auch ein besseres Bild von der Person machen, die die Lebensmittelbank braucht, und überprüfen, ob sie alle Sozialleistungen erhält, auf die sie Anspruch haben.
Das Registrierungstool wird derzeit von etwa 13 Organisationen genutzt.
